Nach 40 Einbrüchen geschnappt! Fristo-Bande vor Gericht

Valerian S. (49) versteckte sich gestern hinter einem Aktenordner. Romeo K. (32) hielt sich die Hand vors Gesicht.
Valerian S. (49) versteckte sich gestern hinter einem Aktenordner. Romeo K. (32) hielt sich die Hand vors Gesicht.

Dresden - Diese Einbrecher haben sich im wahrsten Sinne verquasselt!

Immer, wenn Valerian S. (49) und Romeo K. (32) Getränkemärkte (vor allem Fristo) oder andere Geschäfte knackten, hielten sie per Telefon Kontakt.

Irgendwann hörte die Polizei mit. Seit Mittwoch ist Prozess am Landgericht.

Valerian S. soll der Chef der sachsenweit aktiven Bande sein: Der Georgier spähte laut Anklage Läden aus und fuhr Landsmänner wie Romeo K. an die Tatorte. Dort wurden Zigaretten, Schnaps und Bargeld für insgesamt 47.000 Euro geklaut.

Die Bande klebte sogar Fenster mit Pappe ab, um unerkannt Tresore aufzuflexen.

Dazu wurden Feuerlöscher geleert und Putzmittel verschüttet, um Spuren zu verwischen. Sachschaden: 32.000 Euro.

Zugriff: Bei der Festnahme der Diebesbande schleppte die Polizei im März 2015 jede Menge Beweise davon.
Zugriff: Bei der Festnahme der Diebesbande schleppte die Polizei im März 2015 jede Menge Beweise davon.

Genutzt hat es nichts: Valerian, der Schmiere stand, plapperte mit seinen Kollegen bis zu 90 Minuten am Tatort!

Die Polizei ermittelte sein Handy per Funkzellenabfrage an den Tatorten, hörte irgendwann mit.

Im März wurde der Trupp im Asylbewerberheim in Dresden festgenommen. Zwei Mittäter wurden schon verurteilt (Bewährung).

Die Kammer stellte Valerian S. zum Auftakt der Verhandlung eine Freiheitsstrafe von dreieinhalb bis vier Jahren für ein Geständnis in Aussicht. Das kündigte der Mann für den nächsten Prozesstag am Freitag an.

Das Urteil gegen Valerian S. und Romero K. soll Anfang Dezember fallen.

Fotos: Ove Landgraf (3)


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0