Freitaler berichtet: So schnappte ich einen Einbrecher

Konstantin Bokser (55) aus Freital fing einen Dieb.
Konstantin Bokser (55) aus Freital fing einen Dieb.

Von Uwe Garten

Freital/Görlitz - Die Meldungen häufen sich. Einbrecher in Sachsen werden dreister. Sie schlagen immer öfter zu, selbst, wenn jemand zu Hause ist...

So ein Erlebnis hatte jetzt auch Konstantin Bokser (55) aus Freital. „Ich bin Freitagnacht, es war gegen 23 Uhr, noch einmal auf den Hof meines Grundstücks gegangen. Wollte ein wenig frische Luft schnappen“, so der Freitaler.

Nach wenigen Minuten war ihm zumute, als sei er in einem falschen Film. „Plötzlich wurde eine Scheibe von meinem Haus zertrümmert. Ich nahm all meinen Mut zusammen und bin hin gelaufen.“

Beim Anblick seines Opfers rannte der Täter weg. „Nach etwa 100 Metern hatte ich ihn aber ein, konnte ihn festhalten, bis die Polizei da war, berichtet Bokser.

Eine unangenehme Überraschung erlebte Montagnacht auch eine Familie aus Görlitz. Ein Dieb war durch das geöffnete Fenster eines Kinderzimmers in die Wohnung im ersten Obergeschoss gelangt.

Gegen 2.35 Uhr wurde der Vater durch Geräusche wach. Er bemerkte die offene Wohnungstür, im Hausflur standen Gegenstände der Familie.

Der Einbrecher war aber schon weg.

Er hatte eine Geldbörse samt EC-Karte, Bargeld, zwei Digitalkameras, Wohnungsschlüssel und zwei Autoschlüssel mitgehen lassen. Der ungebetene Gast wollte noch ein Auto stehlen, was aber nicht gelang.

Die Polizei konnte umfangereiche Spuren sichern.

Allgemein warnen die Beamten aber davor, einen Dieb selbst zu stellen. Dieser Mut kann oft mit schweren Verletzungen enden. Lieber den Dieb ziehen lassen und schnell den Notruf 110 wählen.

Foto: Thomas Türpe


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