Einbrecherkönig von Chemnitz muss ins Gefängnis!

Nun muss der Chemnitzer für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter: Einbrecherkönig Zobeda A. (34)
Nun muss der Chemnitzer für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter: Einbrecherkönig Zobeda A. (34)

Von Ronny Licht

Chemnitz - Der Einbrecherkönig von Chemnitz muss für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter. Das Amtsgericht verurteilte den Libyer Zobeda A. (34) außerdem noch zu einer Geldstrafe von 2.240 Euro.

Kann er die nicht zahlen, kommen noch einmal 160 Tage Haft hinzu. Monatelang zog der 34-Jährige durch Chemnitz. Bernsdorf, Hilbersdorf, der Sonnenberg, das Schlossgebiet - kein Stadtteil war vor ihm sicher.

„Ich war von Crystal abhängig, tauschte die Beute gegen Drogen ein“, erklärte der Informatik-Student am Donnerstag. Auf seinen Streifzügen klaute er meist Fahrräder. Wurde er erwischt, bedrohte er die Besitzer mit einem Schraubendreher und flüchtete.

Von Zobeda A. mit einem Cuttermesser verletzt: Silvio Obst (31) aus der Schönherrstraße.
Von Zobeda A. mit einem Cuttermesser verletzt: Silvio Obst (31) aus der Schönherrstraße.

Zwei Chemnitzer verletzte er dabei. Nicht einmal der Zentralfriedhof war vor ihm sicher: An der Wartburgstraße versuchte er die Geldbörsen der Mitarbeiter zu stehlen.

Trotz diverser Festnahmen blieb Zobeda A. lange auf freiem Fuß. Erst eine Geldstrafe, die er nicht bezahlen konnte, brachte ihn hinter Gitter.

Obwohl mehr als 70 Fälle bekannt waren, wurden gestern nur 16 Fälle verhandelt. Allein dabei richtete Zobeda A. rund 8.000 Euro Schaden an.

Er gestand die Taten, verpfiff noch seinen deutschen Dealer und bat um Entschuldigung. Das brachte ihm das eher milde Urteil ein - zwei Monate mehr und der Libyer hätte abgeschoben werden können.

Fotos: Harry Haertel


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