Leipziger gründen Patrouille gegen nächtliche Kleingarten-Einbrüche

Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde die Kleingartenanlage zum Ziel von Dieben.
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde die Kleingartenanlage zum Ziel von Dieben.  © TNN

Leipzig - 40 Jahre hat Klaus Kurz gebraucht, um sich seinen Traum vom perfekten Garten zu erfüllen.

Innerhalb nur einer Nacht ist dieser Traum ausgeträumt. Übers Wochenende sind Unbekannte in die Kleingartenanlage "Gartenfreunde Südost" eingedrungen und haben alles zerstört.

Am Montagmorgen mussten die Mieter der Parzellen, die sich direkt neben dem Völkerschlachtdenkmal befinden, feststellen, dass Einbrecher am Werk gewesen sind.

"Die Scheiben waren eingeschlagen, der Schuppen geplündert und der Garten geflutet", klagt Klaus Kurz.

Doch nicht nur der 74-Jährige wurde Opfer der heimtückischen Kleingarten-Attacken. In anderen Gärten fehlten Fernseher, Laptops, Rasenmäher und Kaffeemaschinen.

"Die Scheiben waren eingeschlagen, der Schuppen geplündert und der Garten geflutet", klagt der 74-Jährige.
"Die Scheiben waren eingeschlagen, der Schuppen geplündert und der Garten geflutet", klagt der 74-Jährige.  © TNN

Sogar eine Wildkamera wurde über Nacht abmontiert, wahrscheinlich um Bildmaterial zu vernichten. Dort, wo die Täter nicht fündig wurden, randalierten sie.

Um sich künftig gegen Einbrüche dieser Art schützen zu können, planen die Gartenfreunde nächtliche Patrouillen. "Wir Laubenbesitzer halten zusammen, lassen uns nicht unterkriegen", versichert Kurz.

Polizeisprecher Uwe Voigt sieht diese Eigeninitiative kritisch: "Die Kleingärtner sollten sich durch solche Patrouillen nicht selbst in Gefahr bringen."

Leipziger Kleingartenanlagen sind in der Vergangenheit häufig Ziel von Dieben geworden.

Die Diebe haben die Fenster eingeworfen und die Gartenlaube von Klaus Kurz komplett verwüstet.
Die Diebe haben die Fenster eingeworfen und die Gartenlaube von Klaus Kurz komplett verwüstet.  © TNN
Diesen Hahn hatten die Einbrecher aufgedreht, um den Garten zu fluten. Da Klaus Kurz nicht versichert ist, wird er auf den Kosten sitzen bleiben.
Diesen Hahn hatten die Einbrecher aufgedreht, um den Garten zu fluten. Da Klaus Kurz nicht versichert ist, wird er auf den Kosten sitzen bleiben.  © TNN

Titelfoto: TNN


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