"Einfach nur krank!": Versuchter Anschlag auf Zootiere mit Reißnägeln

Neumünster - Unbekannte haben versucht, im Zoo Neumünster Tiere durch mit Reißnägeln versetztes Brot zu verletzen.

Dieses gespickte Brötchen fanden Mitarbeiter in den Futterspenden.
Dieses gespickte Brötchen fanden Mitarbeiter in den Futterspenden.  © Facebook/Tierpark Neumünster

Mitarbeiter hätten am Montagnachmittag in den Futtertonnen vier mit Reißnägeln und Büroklammern gespickte Brötchen gefunden, sagte Zoodirektorin Verena Kaspari am Dienstag.

Ein Pony oder Esel hätte daran durchaus sterben können, erklärte sie weiter. In die Tonnen vor dem Eingang können Besucher Brot und Obst als Futterspenden einwerfen. Dieses wird dann von den Mitarbeitern verfüttert. Damit soll verhindert werden, dass die Tiere von den Besuchern zuviel oder nicht artgerechtes Futter bekommen, sagte Kaspari.

Tierparkmitarbeiter hatten vier präparierte Brötchen beim sortieren der Spenden gefunden. "Wir sind alle schockiert und fragen uns, wer so etwas tut", sagte die Zoodirektorin. Sie hatte den Vorfall über das soziale Netzwerk Facebook bekanntgemacht. "Man muss uns nicht mögen", heißt es dort. "Aber wer absichtlich versucht unseren Tieren zu schaden, ist einfach nur krank!!"

Anzeige will Kaspari nach Rücksprache mit dem Vorstand zunächst nicht erstatten. "Aber wir werden unsere Tiere in nächster Zeit sehr sorgfältig beobachten und wir überlegen, wie wir die Tonnen in Zukunft besser sichern können."

Titelfoto: dpa/Facebook/Tierpark Neumünster


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0