Einfuhrverbot! Tönnies darf nicht mehr nach China liefern

Von Rheda-Wiedenbrück aus dürfen keine Schweine-Teile mehr nach China verschickt werden.
Von Rheda-Wiedenbrück aus dürfen keine Schweine-Teile mehr nach China verschickt werden.  © DPA

Rheda-Wiedenbrück - Nanu, was ist denn da passiert? Der Schlachtkonzern Tönnies mit Sitz in Rheda-Wiedenbrück darf seit gut zehn Tagen nicht mehr nach China exportieren!

Laut WDR dürfen vor allem Schweine-Schwarten, -Füße und -Ohren nicht mehr nach Asien verkauft werden. Vom Verbot betroffen sind allerdings nur zwei Standorte: Nämlich der Hauptsitz in Rheda-Wiedenbrück und Weißenfels (Sachsen-Anhalt).

Momentan ist das Unternehmen dabei, intensive Gespräche mit den chinesischen Behörden zu führen. Am Freitag bestätigte Tönnies-Sprecher André Vielstädte dem WDR, dass die Sperre immer noch nicht aufgehoben wurde.

"Wir müssen Geduld haben", erklärte er. Komisch an dem ganzen Export-Verbot ist, dass überhaupt nicht klar ist, warum die Fleisch-Teile nicht über die Grenze nach China dürfen!

Wie Spiegel Online berichtet, soll alles auf "kleine Mängel" zurückzuführen sein: So wurden in einer Liste von Peking fehlerhafte Etiketten bemängelt. Außerdem soll in einem Fall eine Ladung mit verdorbenen Schweineknochen geliefert worden sein.

Vor allem Scheine-Schwarten, -Füße und -Ohren dürfen nicht exportiert werden.
Vor allem Scheine-Schwarten, -Füße und -Ohren dürfen nicht exportiert werden.  © DPA

In zwei weiteren Fällen sollen zwischen Eisbeinen und Knorpeln noch andere Schweine-Teile gelegen haben. Zu guter Letzt kam es wohl immer wieder mal vor, dass Plombennummern am Fleischcontainer nicht zum Gesundheitszertifikat gepasst haben.

Markus Eicher, ebenfalls Tönnies-Sprecher, räumte am Samstag gegenüber dem WDR ein, dass es tatsächlich einmal eine verdorbene Lieferung gegeben habe. Die sei allerdings auf einen technischen Defekt am Kühlsystem zurückzuführen gewesen.

Angeblich wurde das sogar von den chinesischen Behörden bestätigt. Wann das Embargo, also das Einfuhrverbot, aufgehoben wird, steht noch nicht fest. Die Gespräche dauern an.

Titelfoto: DPA


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0