Abschuss als letztes Mittel! Damit der Wolf nicht zum Problem wird

In den vergangenen Monaten kam es in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen vermehrt zu Wolfsangriffen auf Weidetiere.
In den vergangenen Monaten kam es in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen vermehrt zu Wolfsangriffen auf Weidetiere.  © DPA

Berlin - Naturschützer, Tierfreunde und Schäfer haben sich erstmals auf eine gemeinsame Strategie zum Umgang mit Wölfen in Deutschland geeinigt.

"Es geht nicht mehr darum, ob das Zusammenleben mit Wölfen funktioniert, sondern wie", sagte Moritz Klose, Wildtierexperte beim Umweltschutzverband WWF, am Donnerstag in Berlin.

Gemeinsam sprechen sich die Verbände unter anderem für ein Wolfsmanagement in den Bundesländern, Investitionen in Schutzzäune und einen schnellen Schadensausgleich nach Wolfsattacken auf Nutztiere aus.

Die Einigung umfasst aber auch den Abschuss von "Problemwölfen" durch Naturschutzbehörden als letztes Mittel. "Einzelne Wölfe dürfen nicht die Akzeptanz für die ganze Art gefährden", sagte Klose. Bei den Jägern schloss sich dem Eckpunkte-Papier lediglich der Ökologische Jagdverband an, nicht aber der wesentlich größere Deutsche Jagdverband.

Mit der erzielten Einigung geht man auch Forderungen der Bauern nach, die nach vermehrten tödlichen Angriffen auf ihre Weidetiere wegen mangelnder Unterstützung auf die Barrikaden gegangen sind.


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0