Verurteilt! Dieser Autohändler blockierte die Asylbusse in Einsiedel





Lars F. (30, l.) kam am Mittwoch im Amtsgericht mit einer Verwarnung davon.
Lars F. (30, l.) kam am Mittwoch im Amtsgericht mit einer Verwarnung davon.  © Harry Härtel/Haertelpress

Chemnitz - Als Anfang Januar dieses Jahres die Erstaufnahme in Einsiedel mit Flüchtlingen belegt wurde, gab es heftige Proteste. Inzwischen ist das Heim wieder leer - die Justiz beschäftigen die Proteste aber immer noch. Am Mittwoch stand wieder ein Asylgegner vor Gericht.

Der 7. Januar 2016, die ersten Busse mit Asylbewerbern erreichen Einsiedel. Etwa 50 Anwohner und Asylgegner demonstrieren dagegen. Unter ihnen: Lars F. (30), ein Autohändler aus Flöha. Wenig später wird es ruppig: Weil sich einige Demonstranten weigern, die Straße zu räumen, kommt es zu Rangeleien mit der Polizei. Wenig später wird Lars F. festgenommen und angezeigt.

Der Vorwurf: Er soll versucht haben, den Polizisten Max B. (21) zu schlagen. Außerdem verletzte sich dessen Kollege bei der Festnahme am Handgelenk.

Gegen einen schriftlichen Strafbefehl über 2400 Euro ging Lars F. in Berufung: „Ich wollte niemanden verletzen.“ Auch die beiden Beamten schilderten den Vorfall am Mittwoch weitaus entspannter als in ihren schriftlichen Aussagen im Frühjahr.

Am Ende blieb Lars F. eine Vorstrafe erspart - er kam mit einer Verwarnung davon. Bedingung: Er zahlt 1000 Euro an die Flüchtlingshilfe von „Pro Asyl“.

Außerdem darf er sich 15 Monate nichts zuschulden kommen lassen - sonst drohen noch mal 1800 Euro Geldstrafe.

Die Szene, die zum Prozess führte: Lars F. wird am 7. Januar 2016 von 
Polizisten abgeführt.
Die Szene, die zum Prozess führte: Lars F. wird am 7. Januar 2016 von Polizisten abgeführt.  © Haertelpress/Harry Härtel

Titelfoto: Haertelpress/Harry Härtel


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0