Einsiedel: Diese Woche kommen die ersten Flüchtlinge

Hier ziehen bald die ersten Flüchtlinge ein.
Hier ziehen bald die ersten Flüchtlinge ein.

Von Ronny Licht

Chemnitz - Das umstrittene Flüchtlingsheim in Einsiedel (2 000 Einwohner) am Ortsrand von Chemnitz – jetzt geht es Schlag auf Schlag. Montag bestätigte nun Sachsens Innenminister Markus Ulbig (51, CDU): „In dieser Woche wird Einsiedel bei Chemnitz ans Netz gehen.“

Auch aus der Landesdirektion Sachsen (LDS) kam die Bestätigung, insgesamt 544 Asylbewerber sollen maximal in dieser Außenstelle der Erstaufnahmeeinrichtung unterkommen. LDS-Sprecher Holm Felber (57):“Eine Belegung in diesem Umfang kann allerdings erst erfolgen, wenn Umbaumaßnahmen am Objekt durchgeführt worden sind.“

Immer wieder hatten Anwohner und Lokalpolitiker auf die gravierenden Sicherheitsmängel (mit Holz vertäfelte Häuser, im Gelände stehende Heizölbehälter) sowie die katastrophale Infrastruktur hingewiesen.

So reicht aktuell der Wasserdruck ins keinster Form aus, außerdem besteht die Zufahrt zum Heim aus einer schmalen Straße mit zwölf Prozent Steigung, einheimische Feuerwehrleute warnten vor riesigen Problemen im Brandfall.

Bereits vergangenen Mittwoch hatte rund 1 000 Einwohner gegen die Nutzung des ehemaligen Pionierlagers demonstriert. Diesen Mittwoch soll es ab 17 Uhr eine Einwohnerversammlung mit der Landesdirektion geben, ab 19 Uhr wollen die Anwohner erneut protestieren.

Sie befürchten vor allem, dass statt der offiziell genannten 544 Flüchtlinge bis zu 2 000 Menschen in das Gelände einquartiert werden könnten.

Trotz Protesten wird das alte Pionierlager zur Asylbewerberunterkunft.
Trotz Protesten wird das alte Pionierlager zur Asylbewerberunterkunft.

Fotos: Sven Gleisberg


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