DRK will Fotos von Flüchtlingsheim verbieten

Fotoverbot an der EAE Einsiedel. Das DRK will so Mitarbeiter und Flüchtlinge schützen.
Fotoverbot an der EAE Einsiedel. Das DRK will so Mitarbeiter und Flüchtlinge schützen.

Von Doreen Grasselt

Chemnitz - Fotografieren verboten! Jetzt greift das DRK an der Erstaufnahmeeinrichtung (EAE) in Einsiedel hart durch. Der Betreiber hat Foto-Verbotsschilder am Gelände angebracht, um Flüchtlinge und Mitarbeiter vor Kameras zu schützen.

Hintergrund seien zahlreiche Veröffentlichungen der Medien und Anwohner, die durch den Zaun des ehemaligen Pionierlagers fotografiert haben. Das DRK beruft sich auf den Paragrafen 22 des Kunsturhebergesetzes. „Wir handeln aus der Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern, als auch den uns zur Betreuung anvertrauten Flüchtlingen.

Aus dieser Verantwortung ersteht uns die Pflicht, die Persönlichkeitsrechte jedes Einzelnen zu schützen. Dazu gehört auch das Recht am eigenen Bild“, heißt es in der offiziellen Erklärung des DRK. Bei Verstoß gegen das Verbot drohe eine Anzeige.

Der Paragraf 22 des Kunsturhebergesetzes regelt allerdings nur die Verbreitung oder „Zurschaustellung“ der Aufnahmen - nicht das Fotografieren selbst.

Foto: Sven Gleisberg


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