Freier Fall? Braunschweig und Lautern mit Riesenproblemen in der 3. Liga!

Leipzig - Letzter Tabellenplatz in Braunschweig nur Mittelmaß in Kaiserslautern: Die beiden Zweitliga-Absteiger Eintracht Braunschweig und 1. FC Kaiserslautern haben in der 3. Liga einen schweren Stand.

Verheerende Situation: Eintracht Braunschweig ist in der 3. Liga Tabellenletzter.
Verheerende Situation: Eintracht Braunschweig ist in der 3. Liga Tabellenletzter.  © DPA

Auch nach elf Spieltagen gibt es keine Kontinuität. Das Ziel Wiederaufstieg ist für Braunschweig bei jetzt schon 14 Punkten Rückstand auf Spitzenreiter VfL Osnabrück wohl utopisch, die Lauterer müssen nach der 0:2-Niederlage am Samstag beim Tabellenführer auch schon acht Zähler aufholen.

Vor allem in Braunschweig gibt es mächtig Ärger. Nach dem 2:2 gegen die Sportfreunde Lotte - den Ausgleich mussten die Niedersachsen erst in der dritten Minute der Nachspielzeit hinnehmen - waren die Fans richtig wütend auf ihr Team.

Im Mittelpunkt der Kritik: Trainer Henrik Pedersen und Präsident Sebastian Ebel.

Als dieser nach dem Spiel bei den Anhängern war, flogen ihm unter lautem Pfeifen auch Bierbecher entgegen.

"Das war einfach Pech. Wir haben eine Top-Leistung gesehen", verteidigte Ebel die Mannschaft bei Telekom-Sport.

Er stellte sich erneut vor Trainer Pedersen. Ob er damit aber wie noch vor Wochenfrist auch den Rückhalt bei den anderen Vereinsgremien hat, ist zumindest fraglich.

Der 1. FC Kaiserslautern berappelte sich nach schwachem Saisonstart, verlor nun aber gegen Tabellenführer VfL Osnabrück und hat deutlichen Rückstand auf die Spitze.
Der 1. FC Kaiserslautern berappelte sich nach schwachem Saisonstart, verlor nun aber gegen Tabellenführer VfL Osnabrück und hat deutlichen Rückstand auf die Spitze.  © DPA

Zumal die Eintracht am vergangenen Mittwoch auch schon aus dem Landespokal gegen Regionalligist SV Drochtersen/Assel geflogen war.

Dramatisch ist die Lage in Kaiserslautern zwar nicht, der Unmut aber wächst auch dort. Nach sechs Spielen ohne Niederlage gab es für die Roten Teufel in Osnabrück nun wieder eine Pleite.

Statt Kontakt zur Spitzengruppe herzustellen, wuchs der Abstand nach vorn. Und man war selbst schuld, denn nach einem starken Auftritt in der ersten Halbzeit fehlten nur die Tore.

"Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren", sagte Trainer Michael Frontzeck und ergänzte: "Ich kann meiner Mannschaft wirklich nur den Vorwurf machen, dass wir es in der guten ersten Halbzeit nicht hinbekommen haben, mit mehr Konsequenz das 1:0 zu machen."

Sein Osnabrücker Kollege Daniel Thioune hatte mit seiner Halbzeitansprache Erfolg. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit mehr Mut im Ballbesitz und waren dann auch die klar bessere Mannschaft", sagte er und gab seinem Team bis zum Mittwoch frei.

Ein weiterer ehemaliger Zweitligist könnte am Montag auf Rang drei vorrücken. Gewinnen die Würzburger Kickers gegen die SG Sonnenhof Großaspach, die sich am Freitag von Trainer Sascha Hildmann getrennt hatte, sind sie bis auf zwei Punkte am Spitzenduo Osnabrück und Uerdingen dran.


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