Klasse Start in die Saison: Darum steht Eintracht Braunschweig berechtigt an der Tabellenspitze

Braunschweig - Drei Spiele, neun Punkte! Eintracht Braunschweig ist stark in die neue Drittliga-Saison gestartet und grüßt von ganz oben.

Benjamin Kessel spielt bereits das zweite Mal in seiner Karriere bei Eintracht Braunschweig und blüht in seiner Rolle als Führungsspieler momentan auf.
Benjamin Kessel spielt bereits das zweite Mal in seiner Karriere bei Eintracht Braunschweig und blüht in seiner Rolle als Führungsspieler momentan auf.  © DPA

Schon vor der Saison schätzte TAG24 die "Löwen" stark ein - bislang zurecht, wie die ersten Begegnungen eindrucksvoll aufzeigten.

Denn der für Drittliga-Verhältnisse herausragend besetzte Kader funktioniert nicht nur über die hohe individuelle Klasse, sondern auch als mannschaftlich geschlossene Einheit, was es den Gegnern noch schwerer macht, gegen die Elf vom neuen Trainer Christian Flüthmann zu bestehen.

Seine Handschrift ist bereits gut zu erkennen: Braunschweig spielt erfrischenden, ansehnlichen Offensivfußball und begeisterte damit schon am 1. Spieltag beim ebenfalls gut eingeschätzten Zweitliga-Absteiger 1. FC Magdeburg.

Am Ende stand ein verdienter 4:2-Sieg zu Buche (TAG24 berichtete).

In diesem Spiel und in den anderen beiden Partien gegen den TSV 1860 München (2:1) und den FC Carl Zeiss Jena (2:0) glänzte Neuzugang Martin Kobylanski, der bereits vier Tore erzielt und zwei Treffer direkt vorbereitet hat.

Schon in der Vorsaison beim SC Preußen Münster war der gebürtige Berliner einer der besten Kicker der 3. Liga und erzielte In 37 Liga-Partien zwölf Tore, legte dazu sieben Treffer direkt auf. Diese Quote scheint der offensive Mittelfeldspieler noch einmal nach oben schrauben zu wollen.

Benjamin Kessels zweiter Frühling

Jasmin Fejzic kehrte nach einer Verletzung beim Spiel gegen den 1. FC Magdeburg schnell wieder zurück und ist im Löwen-Tor ein sicherer Rückhalt.
Jasmin Fejzic kehrte nach einer Verletzung beim Spiel gegen den 1. FC Magdeburg schnell wieder zurück und ist im Löwen-Tor ein sicherer Rückhalt.

Doch nicht nur er überzeugt. Auch Benjamin Kessel zeigt bärenstarke Leistungen. Der Rechtsverteidiger mit dem ausgeprägten Offensivdrang traf bereits zweimal und füllt seine Rolle als Führungsspieler in seiner zweiten Amtszeit bei der Eintracht bestens aus.

Er dirigiert seine Mitspieler, reißt sie aufgrund seiner Dynamik mit und war nach dem Ausfall von Bernd Nehrig (grippaler Infekt) sogar Kapitän beim Sieg in Jena.

Braunschweig wirkt bereits eingespielt, agiert auch in engen Duellen wie gegen 1860 selbstbewusst und in dem Glauben, das Spiel mit einer Aktion entscheiden zu können.

Auch dieses Selbstverständnis macht die Eintracht momentan so stark. Wenn man dann noch bedenkt, dass mit Stephan Fürstner (Felsenbeinbruch im Ohr), Lasse Schlüter (Innenbandriss) und Felix Burmeister (Knie-Operation) gleich drei potenzielle Stammspieler längerfristig ausfallen, wirken die ersten Auftritte noch beeindruckender.

An diesen hat übrigens auch der wuchtige Marcel Bär (drei Spiele, ein Tor, zwei Vorlagen) großen Anteil, der die Angriffsreihe mit seiner Vielseitigkeit belebt.

Sturmtank Nick Proschwitz noch ohne Tor

Braunschweigs Königstransfer Martin Kobylanski (Zweiter von links) hat keine Anlaufprobleme: In drei Spielen traf er vier Mal und bereitete zwei weitere Tore direkt vor.
Braunschweigs Königstransfer Martin Kobylanski (Zweiter von links) hat keine Anlaufprobleme: In drei Spielen traf er vier Mal und bereitete zwei weitere Tore direkt vor.

Schon jetzt haben die Braunschweiger acht Treffer in den ersten drei Partien erzielt. Und dabei hat Stoßstürmer Nick Proschwitz noch nicht einmal getroffen...

In Jena scheiterte er haarscharf an der Latte und zeigte auch davon abgesehen eine gute Leistung.

Mit Orhan Ademi sitzt ihm allerdings ein Konkurrent im Nacken, der nach seiner Einwechslung in Jena das Tor zum 2:0-Endstand erzielte und mit den Hufen scharrt, seine Qualitäten auch mal von Anfang an unter Beweis zu stellen.

Doch nicht nur vorne, auch in der Verteidigung steht das Löwenrudel sicher.

Mit Jasmin Fejzic im Tor, Robin Becker, Steffen Nkansah und wahlweise Niko Kijewski oder Robin Ziegele innen, davor Nehrig und Marc Pfitzner mit Danilo Wiebe - die Mischung aus Erfahrung und jugendlicher Dynamik stimmt auch in der Defensive, obwohl die Eintracht bisher drei Gegentore schlucken musste.

Das liegt aber hauptsächlich an der erwähnten, offensiven Grundausrichtung, welche bei Ballverlusten defensiv ein gewisses Risiko darstellt. Wenn die Balance hier in den kommenden Spielen noch besser gefunden wird, dürfte Braunschweig noch lange in den oberen Regionen der 3. Liga zu finden sein.

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