Hinten hui, vorne pfui: Ist der Eintracht-Akku jetzt schon aufgebraucht?

Leipzig/Frankfurt - Der geneigte Fan der Eintracht aus Frankfurt wurde am Samstag-Nachmittag nicht gerade von der Spielfreude seiner Herzens-Mannschaft verwöhnt. Bei RB Leipzig gelang den Hessen ein schmeichelhaftes, wenn nicht sogar unverdientes 0:0-Unentschieden, das nur dank starker Defensiv-Arbeit gerettet wurde. Die in den letzten Wochen hochgelobte Offensive blieb dagegen mehr als blass.

13er unter sich: Eintracht Frankfurts Martin Hinteregger (Li.) und Stefan Ilsanker von RB Leipzig hatten sich nach Abpfiff noch etwas zu sagen.
13er unter sich: Eintracht Frankfurts Martin Hinteregger (Li.) und Stefan Ilsanker von RB Leipzig hatten sich nach Abpfiff noch etwas zu sagen.  © DPA

Doch warum konnten "Ha-Re-Jo" (Anm. d. Red.: Das Sturm-Trio um Sebastién Haller, Ante Rebic und Luka Jovic) bei den Leipzigern nur so spärlich in Erscheinung treten? Ist das erfolgreichste und torgefährlichste Trio der Bundesliga bereits ausgebrannt? Sind die Akkus leer?

Über weite Strecken möchte man dieser These nach der Samstags-Partie des 21. Bundesliga-Spieltages Glauben schenken. Immerhin brachte es der 32-Tore-Sturm über 90 Minuten auf keine einzige Torchance.

Lediglich der eingewechselte Mijat Gacinovic hätte mit der einzigen Torchance der SGE in Halbzeit zwei den "Lucky Punch" setzen können.

"Zum Schluss hätten wir das Spiel fast gewinnen können, was nicht verdient gewesen wäre", sagte auch Eintracht-Coach Adi Hütter nach dem Abpfiff und reihte sich damit wohl in die Meinung vieler Experten ein.

Für Keeper Kevin Trapp hatte die mäßige Vorstellung der eigenen Mannschaft vor allem einen Grund.

"Leipzig ist eine Mannschaft, die dich überrollen kann, wenn du ins Halbfeld spielst und die Bälle verlierst", so der 28-jährige Nationaltorhüter. Doch drängt sich der Verdacht auf, dass neben einem starken Gegner, gegen den man auch aufgrund des nötigen Dusels, immerhin nicht verlor, die Spritzigkeit in den Reihen des Offensiv-Dreigestirns verloren gegangen ist.

Fakt bleibt jedoch, dass man mit dem jungen Durchstarter Evan N'dicka und Neuzugang Martin Hinteregger aktuell eine Innenverteidigung aufbieten kann, die scheinbar jedem noch so starken Bundesliga-Sturm die Stirn bieten kann. Auch deshalb ist die Eintracht trotz schwerer Spiele im Jahr 2019 noch ungeschlagen.

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