Drei Gründe, warum es bei Eintracht Frankfurt gerade nicht läuft

Frankfurt am Main - Beim Tabellen-Letzten aus Paderborn verloren, mittendrin im Abstiegskampf: Ein bis zum 5:1 gegen die Bayern tolles Fußball-Jahr geht für Eintracht Frankfurt frustrierend zu Ende. Woran liegt's?

Filip Kostic ist eine der wenigen Konstanten bei der Eintracht in der Hinrunde gewesen.
Filip Kostic ist eine der wenigen Konstanten bei der Eintracht in der Hinrunde gewesen.  © dpa/Friso Gentsch

Na klar, die Frankfurter haben mit nunmehr 55 Spielen im Jahr 2019 mehr geleistet, als alle anderen Mannschaften der Bundesliga.

Dennoch gibt es drei Aspekte, die mit für die schlechte Platzierung nach der Hinrunde zu nennen sind.

Das Torhüter-Problem

Blöder kann es eigentlich nicht laufen. Da verletzt sich die Nummer eins Kevin Trapp im Spiel bei Union Berlin schwer an der Schulter und fällt für die Hinrunde aus (TAG24 berichtete). Sein Vertreter Frederik Rönnow zeigt hervorragende Leistungen, beweist sich als toller Rückhalt - und verletzt sich dann ebenfalls (TAG24 berichtete).

Jetzt muss also die Nummer drei Felix Wiedwald das Eintracht-Tor hüten. Und dem 29-Jährigen passieren eben neben guten Paraden auch immer wieder folgenschwere Fehler. Gegen Wolfsburg verschuldete er das vorentscheidende 0:2 und auch gegen Paderborn machte er bei beiden Gegentore keine gute Figur.

Offensiv ist die Eintracht zu leicht auszurechnen

Gegen Paderborn hat Bas Dost mal wieder getroffen. Vier Tore in der Hinrunde sind aber dennoch nicht gerade viel.
Gegen Paderborn hat Bas Dost mal wieder getroffen. Vier Tore in der Hinrunde sind aber dennoch nicht gerade viel.  © dpa/Friso Gentsch

Spiel über die Außen lahmt

Hatte die Eintracht in der vergangenen Saison ihre Torgefahr gerne über die starken Außen entfacht, so lahmt das Flügelspiel zurzeit.

Filip Kostic zeigt sich in Normalform, kann es aber alleine nicht richten. Auf der rechten Seite konnte Danny da Costa an seine Leistungen aus der vergangenen Saison nicht einmal annähernd anknüpfen.

Auch seine Vertreter, ob sie nun Timothy Chandler oder Erik Durm heißen, sind da kein adäquater Ersatz. Dazu kommt, dass sich die Gegner auf das Flügelspiel der SGE eingestellt haben und dies nun sehr engagiert versuchen zu unterbinden.

Offensive zu unkreativ

Wenn das Spiel über die Außen lahmt, muss eben mehr durch die Mitte und gerne auch über Einzelaktionen der Stürmer kommen. Das funktioniert bislang nicht gut bei den Frankfurtern.

Im Mittelfeld ist Djibril Sow noch nicht der erwartete Impulsgeber. Daichi Kamada lässt sein Können ab und an aufblitzen - wie gegen den FC Arsenal - ist aber zu unkonstant.

Da macht sich der Abgang von Ante Rebic, Sebastian Haller und Luka Jovic eben doch bemerkbar, die das spezielle Momentum kreieren und auch mal ein Spiel alleine entscheiden konnten.

Goncalo Paciencia spielt solide und ist mit sieben Treffern bester Eintracht-Torschütze. Bei André Silva (drei Treffer) und Bas Dost (vier Treffer) ist - auch verletzungsbedingt - noch viel Luft nach oben.

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