Die Eintracht am Scheideweg: Die nächsten Wochen entscheiden über Frust oder Freude

Frankfurt am Main - Für Bundesligist Eintracht Frankfurt geht es nach der Länderspielpause um nicht weniger als alles. Acht Partien in Europa League und Bundesliga binnen 29 Tagen werden für die Kicker vom Main richtungsweisend.

Eintracht Frankfurts Filip Kostic.
Eintracht Frankfurts Filip Kostic.  © DPA/BELGA/Bruno Fahy

Hatte man vor der letzten Länderspielpause noch das Ziel "Überwintern im DFB-Pokal" vor Augen, so gilt die Aufmerksamkeit nach der gemeisterten Hürde FC St. Pauli (2:1/TAG24 berichtete) "nur" noch dem Weiterkommen in der Europa League sowie einer Verbesserung der Situation in der Bundesliga.

Doch das wird für die Truppe von Coach Adi Hütter (49) alles andere als einfach. Denn nach der Last-Minute-Niederlage bei Standard Lüttich (1:2/TAG24 berichtete) ist man nun punktgleich mit den Belgiern (7) und hinkt in der Tordifferenz leicht hinterher. Alles andere als zwei Siege aus den beiden Partien beim FC Arsenal in London (28. November) sowie gegen Vitoria Guimaraes (12. Dezember) in der heimischen Commerzbank-Arena könnten das Aus in der Gruppenphase bedeuten.

Dabei hatten sich die Frankfurter nach einem mühevollen, aber durchaus gelungenen Start in die Europapokal-Saison bis zur 94. Minute im Lütticher Stade Maurice-Dufrasne das Erreichen des Sechzehntel-Finales ganz klar auf die Fahnen geschrieben.

Und auch in der Bundesliga ist die Eintracht aktuell weder Fisch noch Fleisch. Derzeit rangieren die Adlerträger auf Rang neun, haben 17 Punkte auf dem Konto und sind in Schlagweite zu den oberen Tabellenplätzen. Doch genauso "leicht" wie der Weg nach oben wirkt, kann es ebenso einfach in eine ganz andere Richtung gehen.

Bundesliga-Restprogramm ist wegweisend

Die Kicker der Eintracht bejubeln den 5:1-Sensationssieg gegen den FC Bayern München.
Die Kicker der Eintracht bejubeln den 5:1-Sensationssieg gegen den FC Bayern München.  © dpa/Hasan Bratic

Dafür ist das restliche Programm bis Weihnachten wegweisend. Nach dem keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmenden Heimspiel gegen die Wolfsburger warten größtenteils vermeintlich lösbare Aufgaben auf die SGE.

Darunter zum Beispiel auch die Partien bei Mainz 05 (2. Dezember) und dem SC Paderborn (22. Dezember) sowie das Heimspiel gegen den 1. FC Köln (18. Dezember), die aktuell allesamt die untersten Tabellenplätze belegen.

Sollte es der Eintracht gelingen dieses Mammutprogramm mit möglichst vielen Erfolgserlebnissen (und vor allem Punkten) zu überstehen, könnte man selbst die vorangegangene Spielzeit überflügeln. Gelingt dies jedoch nicht, droht der Hütter-Truppe eine Saison der Mittelmäßigkeit, wenn nicht sogar Enttäuschung.

Trotz allem gilt es für die Hessen weiterhin einen Schritt nach dem anderen zu tun. Somit sollte der gesamte Fokus auf der Bundesliga-Partie am Samstag (23. November/15.30 Uhr) gegen den VfL Wolfsburg liegen.

Titelfoto: Montage: DPA/BELGA/Bruno Fahy, DPA/Hasan Bratic

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