Eintracht Frankfurt: "Verpiss Dich!" Pyro-Chaoten beschimpfen eigenen Spieler heftig

Frankfurt am Main/Mainz - Das Auswärtsspiel von Eintracht Frankfurt am Montagabend gegen den FSV Mainz 05 hinterlässt einen äußerst negativen Eindruck.

Auch verboten Bengalos wurden am Montagabend im Frankfurter Fan-Block gezündet.
Auch verboten Bengalos wurden am Montagabend im Frankfurter Fan-Block gezündet.  © Torsten Silz/dpa

Dass die Frankfurter die Bundesliga-Partie trotz anfänglicher Führung 1:2 verloren, ist aus spielerischer Hinsicht wahrscheinlich der bedeutendere Aspekt.

Zur Geschichte des Spiels gehört aber auch der massive Pyro-Einsatz der Eintracht-Fans kurz vor dem Anpfiff des Spiels.

Leuchtraketen wurden auf das Spielfeld gefeuert, der Beginn der Partie wurde in der Folge um zehn Minuten verschoben.

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Schiedsrichter Manuel Gräfe schickte beide Mannschaften zunächst wieder in die Katakomben (TAG24 berichtete).

Frankfurts Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der an diesem Abend als Kapitän auf dem Spielfeld stand, wollte die eigenen Fans beruhigen, doch beim Gang in die Kurve gab es böse Worte von den Anhängern.

"Sie haben zu mir selbst gesagt 'verpiss dich'", berichtet er Schiedsrichter-Assistent Guido Kleve.

Eintracht-Vorstand Axel Hellmann: "Das besorgt mich sehr"

Eintracht Frankfurts Vorstand Axel Hellmann verurteilte die Geschehnisse scharf. "Was wir vor dem Anpfiff gesehen haben, war einfach nur destruktiv. Das schadet Eintracht Frankfurt sehr", kritisierte Hellmann am späten Montagabend.

"Es gab keine Botschaft, es bleibt nur ein Schaden. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass es eine kleine Gruppe momentan darauf anlegt, etwas mehr zu provozieren. Das besorgt mich sehr", sagte Hellmann. "Wir müssen das thematisieren. So kann es nicht weitergehen."

Der Anpfiff des Bundesliga-Spiels musste wegen der Pyro-Krawalle der Eintracht-Fans um zehn Minuten verschoben werden.
Der Anpfiff des Bundesliga-Spiels musste wegen der Pyro-Krawalle der Eintracht-Fans um zehn Minuten verschoben werden.  © Torsten Silz/dpa

Titelfoto: Torsten Silz/dpa

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