Eintracht-Fans erleben unfassbare Story auf Europa-League-Reise

Frankfurt am Main - Diese Story hat es in sich: Für drei Fans von Eintracht Frankfurt verlief die Rückreise nach dem Europa-League-Spiel bei Schachtar Donezk in Charkiw alles andere als reibungslos.

Die Eintracht-Fans sorgen reisen ihrer Mannschaft über den ganzen Kontinent hinterher. (Symbolbild)
Die Eintracht-Fans sorgen reisen ihrer Mannschaft über den ganzen Kontinent hinterher. (Symbolbild)  © DPA

Stella, Thilo und Max hatten ihren Klub im Sechzehntelfinal-Hinspiel (14. Februar) des Wettbewerbs in der Ukraine unterstützt. Am Ende sprang für die Hessen ein 2:2 aus. Im Rückspiel schoss die Truppe von Adi Hütter Schachtar mit 4:1 aus der Commerzbank Arena - und somit aus der Europa League.

Bei der Rückreise aus Charkiw gingen die drei besagten Fans erst durch den Vorhof der Hölle, erlebten wenig später aber wohl einen der schönsten Tage in ihrem Fan-Dasein.

Das Trio hatte die Verbindung über Kiew nach Frankfurt verpasst und in der Folge auch noch den Ersatzflieger in höchster Hektik für das falsche Datum gebucht.

"Fast 600 Euro in den Sand gesetzt und immer noch keine Möglichkeit, nach Hause zu kommen", fasste Stella gegenüber eintracht.de den Mix aus Pannen zusammen.

Trotz des Dilemmas machten sich die an diesem Tag vom Pech verfolgten Supporter auf zum Flughafen von Charkiw. Vor Ort erblickten sie den Eintracht-Tross, der sich gerade auf dem Weg Check-in befand - ein Moment der Hoffnung.

Beim Spiel in Charkiw trennten sich Frankfurt und Donezk 2:2.
Beim Spiel in Charkiw trennten sich Frankfurt und Donezk 2:2.  © DPA

Max ergriff die Gunst der Minute und ging schnurstracks auf Frankfurts Präsidenten Peter Fischer zu.

"Anstatt uns wegzuschicken, nahm er sich unser an und sagte: ‚Wir sind eine Familie. Ihr seid extra in die Ukraine gereist, um uns zu unterstützen. Wir werden zusehen, dass wir euch heute wieder nach Hause bekommen'", berichtete Stella vom großen Herzen des Präsidenten.

Fischer besprach sich kurz mit den Verantwortlichen des Eintracht-Charterfluges und kehrte mit erfreulichen Nachrichten zurück:
Die Fans bekamen die einmalige Möglichkeit, in einer Maschine mit den Profis nach Hause zu fliegen.

"Wenn ich im Rahmen meiner Möglichkeiten anderen Menschen helfen kann, mache ich das, weil sich das einfach so gehört", begründete Fischer sein Vorgehen und schob nach: "Wir sind mehr als ein gewöhnlicher Verein, wir sind eine Familie."

Durch die Hilfe der Eintracht kam das Fan-Trio nur mit zehn Minuten Verspätung zu Hause an. So konnten sie den 30. Geburtstag von Thilo ausgelassen mit der Familie feiern.

Und ein Geschenk gab's von der Eintracht auch noch on top: Der Klub stellte die Reise nicht in Rechnung. Am Donnerstag machen sich die Frankfurter Fans erneut auf zum nächsten Auswärtsspiel in der Europa Legue: 13.500 Anhänger begleiten die SGE zum Achtelfinal-Rückspiel bei Inter Mailand.

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