Verjüngte Elf nutzt Chance nicht: Eintracht unterliegt Gießen

Frankfurt am Main/Gießen - In Abwesenheit der Nationalspieler trat Eintracht Frankfurt am Donnerstag mit einer stark verjüngten B-Elf zum Freundschaftsspiel beim FC Gießen an und verlor beim Regionalligisten mit 1:3.

Eintracht-Coach Adi Hütter sah kein gutes Spiel seines Teams.
Eintracht-Coach Adi Hütter sah kein gutes Spiel seines Teams.  © DPA

Neben Felix Wiedwald im Tor standen auch die zuletzt selten oder gar nicht für die Startelf nominiertem Timothy Chandler, Dominik Kohr und Nikolai Müller von Beginn an auf dem Platz.

Aus der U19 durfte der gebürtigen Gießener Fynn Otto hinten in der Dreierkette ran und 90 Minuten durchspielen. Auch der erst in diesem Jahr in den Profi-Kader gerückte Nils Stendera begann.

Für Chandler, der einen Schlag gegen den Kopf bekommen hatte, war das Spiel bereits nach 25 Minuten vorbei. Für ihn kam mit Felix Omoruyi Irorere ein weiterer U19-Spieler ins Team.

Die 7000 Zuschauer im ausverkauften Gießener Waldstadion sahen zunächst eine eher zähe Partie. Gegen tief stehende Gießener fiel den Frankfurtern einfach zu wenig ein.

Ein ungefährlicher Fernschuss von Dominik Kohr (20.) blieb dann auch zunächst die einzig erwähnenswerte Aktion der SGE.

Dagegen gelang es Gießen zweimal, gefährlich vor Wiedwald aufzutauchen (11., 33.). Kurz vor der Pause hätte dann allerdings David Abraham die Frankfurter in Führung bringen müssen, scheiterte aber aus kurzer Distanz am FCG-Keeper.

Ballverluste der Eintracht nutzt Gießen zweimal eiskalt aus

"Wir hätten uns anders verkaufen müssen", befand Keeper Felix Wiedwald nach dem Spiel.
"Wir hätten uns anders verkaufen müssen", befand Keeper Felix Wiedwald nach dem Spiel.  © DPA

Die Eintracht startete motivierter in die zweite Halbzeit und kam durch Goncalo Paciencia zu zwei guten Chancen (53., 55.).

Es war aber Gießen, das dann nach einem sauber ausgeführten Konter durch den Ex-Frankfurter Nico Rinderknecht in Führung ging (57.)

Ein weiterer unnötiger Ballverlust in der eigenen Hälfte führte nicht viel später zum 2:0 für die Heimmannschaft: Torschütze Marco Koch (65.).

Zwar konnte Erik Durm noch den Anschlusstreffer erzielen (75.). Nur drei Minuten später stellte Samir Benamar mit einem Freistoß aus etwa 25 Metern die Zwei-Tore-Führung für Gießen wieder her.

Im Anschluss warfen die Adler-Träger noch einmal alles nach vorne, es gelang aber kein Tor mehr und so blieb es beim 3:1 für den FC Gießen.

"Wir haben alle nicht gezeigt, was wir konnten und hätten uns anders verkaufen müssen", sagte Felix Wiedwald nach dem Spiel. "Die jungen Spieler, die heute dabei waren und gestern erstmals mit uns trainiert haben, nehmen hoffentlich etwas mit aus dem Spiel."

In der zweiten Halbzeit hatte Adi Hütter mit Abdulkerim Cakar für Stendera und Jip Molenaar für Müller noch zwei weitere U19-Spieler gebracht.

Während der Länderspielpause dürfen sich die zu Hause gebliebenen SGE-Kicker nun trotzdem auf drei freie Tage freuen. Das nächste Spiel steht dann am Freitag (18. Oktober, 20.30 Uhr) in der Commerzbank-Arena gegen Bayer Leverkusen an.

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