Im letzten Moment: Harmlose Eintracht rettet Punkt in Düsseldorf

Düsseldorf - In der Düsseldorfer Merkur Spiel-Arena peilte Eintracht Frankfurt den dritten Erfolg im dritten Rückrunden-Spiel in Serie an. Gegen die Fortuna konnten die erschreckend harmlosen Hessen vor rund 44.500 Zuschauern jedoch lediglich ein schmeichelhaftes Remis retten. Die Treffer beim 1:1 (0:0) erzielten Kaan Ayhan (79.) und Timothy Chandler (90.+3).

Frankfurts Angreifer Goncalo Paciencia (Re.) im Duell mit Düsseldorfs Andre Hoffmann.
Frankfurts Angreifer Goncalo Paciencia (Re.) im Duell mit Düsseldorfs Andre Hoffmann.  © dpa/Roland Weihrauch

Im Vergleich zum Sensations-Heimsieg gegen RB Leipzig (2:0/TAG24 berichtete) stellte Frankfurts Cheftrainer Adi Hütter seine Startelf - auch bedingt durch krankheitsbedingte Ausfälle - auf drei Positionen um.

Danny da Costa, Daichi Kamada und Goncalo Paciencia ersetzten Almamy Touré (Bank), Mijat Gacinovic (Adduktorenprobleme) und den an einem Magen-Darm-Infekt erkrankten Bas Dost. Deadline-Day-Neuzugang Stefan Ilsanker nahm zunächst auf der Bank Platz.

Ein erstes Ausrufezeichen setzte nach nicht einmal fünf gespielten Minuten der Tabellenletzte der Bundesliga: Matthias Zimmermann durfte nahezu ungestört in Richtung Eintracht-Tor marschieren, nahm sich ein Herz und zog ab. Sein strammer Schuss huschte nur knapp über die Querlatte (5.).

Fast noch besser machte es kurz darauf Timothy Chandler, der mit einem satten Distanzschuss an Fortuna-Schlussmann Florian Kastenmeier scheiterte (7.). Darüber hinaus fiel den Adlerträgern aber nicht mehr viel ein, während die Fortunen nicht wirklich wie ein Tabellenletzter auftraten. Dennoch blieben weitere Chancen vorerst aus.

Halbzeit eins: Fortuna mutig, Eintracht nicht entschlossen genug

Voller Körpereinsatz von Eintracht-Kapitän David Abraham (Li.).
Voller Körpereinsatz von Eintracht-Kapitän David Abraham (Li.).  © dpa/Roland Weihrauch

Erst zehn Minuten vor dem Pausenpfiff wurde es nochmal brenzlig - erneut vor dem Tor der Frankfurter.

Die Fortunen in Person von Rouwen Hennings und Nana Ampomah kombinierten sich stark durch die Verteidigung der SGE. Hennings suchte schließlich den Abschluss und hämmerte das Spielgerät nur knapp rechts am Tor vorbei - hier wäre Trapp wohl chancenlos gewesen (37.).

Bei dieser - wohl größten - Gelegenheit blieb es dann auch. Schiedsrichter Frank Willenborg schickte beide Teams torlos in die Kabinen. Für die Fans blieb nur die Hoffnung, dass der Pausentee neue Kräfte und Offensiv-Ideen bei beiden Mannschaften weckt.

Und damit im zweiten Durchgang bei den Gästen etwas mehr nach vorne geht, tauschte Hütter gleich zwei Mal: André Silva nahm den Platz des blass gebliebenen Paciencia ein und Ilsanker feierte sein Pflichtspiel-Debüt für die Eintracht, nachdem er für Kamada in die Partie kam.

Für das erste kleine Highlight sorgten jedoch zwei Starter. Auf Rechts kam Chandler nach einem langen Ball von Martin Hinteregger ins Laufen und bediente den zentral in den Strafraum einmarschierten Sow. Dessen Abschluss fehlte jedoch die nötige Power und Präzision - Kastenmeier ohne Probleme (46.).

Dann wurde es kurz hektisch: Nach einem Ballverlust von Sebastian Rode geht es plötzlich ganz schnell und der Ball zappelte nach einem Eins-gegen-Eins zwischen Ampomah und Trapp im Netz (50.).

Halbzeit zwei: Harmlose Eintracht gleicht mit dem Schlusspfiff aus

Eintrachts Djibril Sow (Li.) behauptet das Leder gegen Fortunas Erik Thommy.
Eintrachts Djibril Sow (Li.) behauptet das Leder gegen Fortunas Erik Thommy.  © dpa/Roland Weihrauch

Doch der Torjubel verstummte recht schnell wieder, da der Videoschiedsrichter das Tor wegen einer vorangegangenen Abseitsstellung des Ghanaen aberkannte (52.).

Von hier an hatten die Hausherren scheinbar Lunte gerochen und drängten die Frankfurter regelrecht in die eigene Hälfte. Aber auch diese Phase verpuffte verhältnismäßig schnell. Dass dies mit einem Aufbäumen der SGE verbunden war wäre an dieser Stelle jedoch ein Trugschluss.

Denn die Gäste agierten weiterhin viel zu zögerlich. Zwischenfazit kurz vor der Schlussviertelstunde: Der Anzug als Favorit in einer Partie stand der Eintracht bis zu diesem Zeitpunkt so überhaupt nicht.

Und so kam es, wie es schon fast kommen musste: Einen Freistoß kurz vor dem Sechzehner verwandelte Ayhan direkt. Der Ball wurde von da Costa entscheidend abgefälscht und war somit unhaltbar für Trapp (78.). Als letzte Option zog Hütter Flügelspieler Erik Durm, der Evan Ndicka beerbte (84.).

Eine wuchtige Schlussoffensive der Eintracht blieb trotz der drohenden Blamage aus. Doch im allerletzten Moment rettete Chandler seine Eintracht mit einem gut platzierten Kopfball nach einer guten Freistoß-Variante. Somit sicherte sich die Eintracht einen eher schmeichelhaften Punkt (90.+3).

Schon am Dienstagabend (4. Februar/18.30 Uhr) wartet ein Wiedersehen mit RB Leipzig auf die Hessen. Dann geht es im DFB-Pokal um den Einzug ins Viertelfinale.

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