Bittere Niederlage für die Eintracht: Mainz dreht in Überzahl das Spiel

Mainz/Frankfurt am Main - In der Opel-Arena musste sich Eintracht Frankfurt am Montag dem FSV Mainz 05 mit 2:1 (0:1) geschlagen geben. Martin Hinteregger traf für die SGE, Tore von Karim Onisiwo und Ádám Szalai drehten das Spiel.

Martin Hinteregger steht vor der Fankurve der Eintracht-Anhänger. Durch deren Feuerwerk startete die Partie mit rund zehn Minuten Verspätung.
Martin Hinteregger steht vor der Fankurve der Eintracht-Anhänger. Durch deren Feuerwerk startete die Partie mit rund zehn Minuten Verspätung.  © dpa/Torsten Silz

Nach dem 2:1-Erfolg in der Europa League gegen den FC Arsenal veränderte Eintracht-Trainer Adi Hütter sein Team auf gleich vier Personen. Für Gelson Fernandes, André Silva, den in der Bundesliga gesperrten David Abraham sowie den kurzfristig wegen einer Grippe ausgefallenen Makoto Hasebe rückten Almamy Touré, Evan N'Dicka, Dominik Kohr und Sebastian Rode in die Startelf. Daichi Kamada, der Doppelpacker von London, sollte im Sturm neben Goncalo Paciencia für Torgefahr sorgen.

Das Spiel begann mit einiger Verspätung: Aus dem Eintracht-Block waren wieder einmal Feuerwerkskörper auf den Platz geflogen und hatten das Spielfeld komplett vernebelt.

Die Eintracht stand zunächst sehr hoch und versuchte, Druck aufzubauen. Die erste Chance hatten aber die Mainzer, als Pierre Kunde die Kugel aus 17 Metern über den linken Winkel drosch (6.).

Dann kam die Eintracht: Nach einem schnellen Konter über Kamada und Filip Kostic legte der Serbe perfekt auf den mitgelaufenen Dominik Kohr auf, dessen Volleyschuss das Tor aber verfehlte (11.).

Glück hatte die SGE, als Karim Onisiwo nach einem Laufduell mit Djibril Sow zu Boden ging. Schiedsrichter Manuel Gräfe ließ aber weiterspielen (21.). Zuvor hatte sich Almamy Touré einen leichtfertigen Ballverlust erlaubt.

Hinteregger mit dem Tor, dann fliegt Kohr vom Platz

Die Frankfurter feiern das 1:0 von Martin Hinteregger.
Die Frankfurter feiern das 1:0 von Martin Hinteregger.  © dpa/Thomas Frey

In der Folge sahen die Zuschauer eine hart geführte Partie mit vielen Zweikämpfen. Chancen blieben dabei aber Mangelware.

So fiel das 1:0 für die Eintracht logischerweise nach einer Standard-Situation. Der Ball gelangte nach einer kurz ausgeführten Kamada-Ecke über Sow zu Touré, der zum freistehenden Martin Hinteregger passte.

Aus 14 Metern ließ der Österreicher mit einem trockenen, leicht abgefälschten Schuss ins rechte untere Eck Keeper Robin Zentner keine Chance (34.) - bereits der vierte Saisontreffer des Innenverteidigers.

Auch die nächste brenzlige Situation entstand nach einer Ecke der Eintracht, allerdings zugunsten der Mainzer.

Denn die Rheinhessen nutzten den Eckball zu einem schnellen Konter. Dominik Kohr blieb nichts anderes übrig, als den alleine auf Frederik Rönnow zulaufenden Levin Öztunali kurz vorm Strafraum zu Fall zu bringen. Für diese Notbremse zückte Schiedsrichter Gräfe zurecht die rote Karte. Den fälligen Freistoß von Kunde fischte Frederik Rönnow gerade noch so aus dem linken Winkel (45.).

Adi Hütter reagierte auf die neue Situation, indem er zur zweiten Halbzeit Lucas Torró für Paciencia einwechselte, um die Überzahl der Mainzer im Mittelfeld auszugleichen.

Mainzer Sturmlauf bringt die Wende

Hart umkämpfte Partie: Karim Onisiwo (l.) im Zweikampf mit Frankfurts Almamy Toure.
Hart umkämpfte Partie: Karim Onisiwo (l.) im Zweikampf mit Frankfurts Almamy Toure.  © dpa/Torsten Silz

Mainz kam sehr aggressiv aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Und der ließ nicht lange auf sich warten.

Konnte Rönnow noch einen wuchtigen Schuss von Jean-Paul Boëtius sehenswert klären (49.), war er zwei Minuten später chancenlos. Onisiwo hielt von halbrechts einfach mal aufs Tor, Hinteregger fälschte den Ball unhaltbar ab (51.).

Kurz darauf dann das 2:1 für die Gastgeber. Allerdings war die Kugel bei der Hereingabe von Aarón Martin bereits im Aus, weshalb der Video-Assistent zurecht eingriff und den Treffer von Boëtius annullierte (53.).

Die Mainzer drückten nun die SGE in die eigene Hälfte. Kuriose Situation in der 67. Minute, als Rönnow den Ball vor die Füße des eingewechselten Ádám Szalai fallen ließ. Dessen Schuss konnte der Schlussmann dann aber gerade noch an die Latte lenken (68.).

Eine Minute später machte es der Ungar dann besser. Im Fünfer angespielt reichte eine kurze Drehung, um Touré im Zweikampf zu verladen und den Ball anschließend einzuschieben - 2:1, Spiel gedreht (69.).

In der Folge bemühte sich Frankfurt in Unterzahl um den Ausgleich und dominierte das Spiel, während Mainz nur noch das Ergebnis halten wollte. Mijat Gacinovic ersetzte den defensiven Rode (74.) und die Hessen warfen alles nach vorne.

Doch trotz einer Großchance von Kostic (90.+2), der aus zehn Metern an Zentner scheiterte, sprang nichts Zählbares mehr heraus, sodass die SGE die dritte Bundesliga-Niederlage in Folge kassierte.

Fazit: Unglückliche Niederlage der Eintracht, die in Unterzahl dem 20-minütigen Sturmlauf der Mainzer zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht viel entgegenzusetzen hatten.

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