Leidenschaft pur: Ist die "neue" Eintracht zu Höherem berufen?

Frankfurt am Main - Nicht glanzvoll, aber dafür umso bissiger, leidenschaftlicher und effizienter. Eintracht Frankfurt besiegte Tabellenführer RB Leipzig im ersten Heimspiel der Bundesliga-Rückrunde mit 2:0 (TAG24 berichtete). Kann die "neue" Frankfurter Elf auch ohne Verstärkungen im Konzert der ganz Großen mitspielen?

Totale Eintracht-Ekstase nach dem 2:0 durch Filip Kostic (3.v.l.), das von Goncalo Paciencia (2.v.r.) vorbereitet wurde.
Totale Eintracht-Ekstase nach dem 2:0 durch Filip Kostic (3.v.l.), das von Goncalo Paciencia (2.v.r.) vorbereitet wurde.  © dpa/Thomas Frey

Cheftrainer Adi Hütter (49) bremste die Euphorie nach dem Abpfiff zunächst einmal und gestand sportsmännisch ein, dass seine Elf vor allem im ersten Durchgang mitunter "deutlich unterlegen war". Vor allem die Defensive der Eintracht wirkte oftmals überfordert mit Leipzigs Offensive um Timo Werner und Co., während SGE-Keeper Kevin Trapp (29) mehrmals den Rückstand seiner Mannschaft verhinderte.

Doch nach dem Seitenwechsel zeigten die Frankfurter, was wahre Leidenschaft bedeutet. Erst netzte Almamy Touré (23) in der 48. Spielminute sehenswert ein, was den Roten Bullen laut Hütter "ein bisschen den Zahn gezogen" hatte. Im Nachgang ließ die leidenschaftliche Abwehrarbeit des neuformierten Vierer-Defensivverbundes den Gästen kaum Luft zum Atmen.

1:0-Torschütze Touré freute sich ganz besonders über sein erstes Pflichtspiel-Tor für die Hessen: "Wir haben am Dienstag noch darüber gesprochen, dass ich mal ein Tor schießen muss. Jetzt konnte ich mein Versprechen schon einlösen", sagte der gebürtige Malier im Anschluss an den Sensationssieg.

Und auch Sportvorstand Fredi Bobic (48) war verzückt von der Leistungssteigerung seiner Mannschaft im zweiten Durchgang. "In der zweiten Halbzeit hat mir vor allem gefallen, wie leidenschaftlich wir nach dem Tor von Almamy das eigene Tor verteidigt haben. Das ist uns vor Weihnachten ein bisschen abgegangen", verwies Bobic auf die Krisenphase, die die Eintracht in den Wochen nach dem starken 5:1-Erfolg gegen den FC Bayern München durchleben musste.

Abschließend stellte Touré eine Tatsache, die durchaus für einen Lauf der Eintracht sorgen könnte, nochmals deutlich heraus: "Der Sieg gibt uns viel Selbstvertrauen für die nächsten Wochen". Ob dem so ist, wird die Partie am Samstag (1. Februar/15.30 Uhr) bei Fortuna Düsseldorf zeigen.

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