Europa League-Choreo-Chaos: So geht der Zoff zwischen SGE und Polizei weiter

Frankfurt am Main - Es sollte ein Fußball-Fest werden, das lange Zeit in Erinnerung bleibt. Doch ein Einsatz der Polizei veranlasste die Fans von Eintracht Frankfurt dazu, ihre geplante aufwendige Choreographie gegen Donezk kurzerhand abzublasen. Der Verein stellte sich hinter die eigenen Anhänger, die Polizei fühlte sich im Recht. Noch immer ist der Zwist nicht aus der Welt geschafft.

Fotomontage: Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill (Li.) und Eintracht-Vorstand Axel Hellmann sprachen am Freitag über die Vorfälle vor dem Europa League-Match gegen Schachtar Donezk.
Fotomontage: Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill (Li.) und Eintracht-Vorstand Axel Hellmann sprachen am Freitag über die Vorfälle vor dem Europa League-Match gegen Schachtar Donezk.  © DPA

Wie ein Sprecher der Polizei am Freitag mitteilte, habe es am Vormittag ein intensives Gespräch zwischen beiden Parteien, in Person von Eintracht-Vorstand Axel Hellmann und Frankfurts Polizeipräsident Gerhard Bereswill, gegeben.

Dabei habe man unterschiedliche Meinungen und Auffassungen zu den getroffenen Maßnahmen miteinander ausgetauscht. Doch wahrlich Früchte trug diese Diskussion scheinbar nicht.

Denn wie der Sprecher weiter berichtete, kam man letztendlich zu dem Schluss, die abschließende Bewertung der Justiz zu überlassen. Somit bleibt es dabei, dass sich beide Seiten nicht außergerichtlich einigen werden.

Am 21. Februar war es im Vorfeld der Europa League-Partie gegen Schachtar Donezk zu einem Eingreifen der Polizei gekommen. Nach ersten Auseinandersetzungen mit sogenannten "Problemfans" außerhalb des Stadions und einer Durchsuchung der Fan-Lagerräume in der Commerzbank Arena, hatten die Eintracht-Fans die großflächige Choreo abgerissen und im Stadion-Innenraum verteilt.

Das Faß zum Überlaufen brachte ein angeblich höchst beleidigendes Banner gegen Hessens Sport- und Innenminister Peter Beuth, das die Einsatzkräfte - auch unter Einsatz von physischer Gewalt - konfiszierten.

Einen halbwegs positiven Aspekt hatte die Zusammenkunft aber scheinbar doch: Beide Seiten vereinbarten weitere Gespräche, um die Kommunikation im Vorfeld von geplanten Polizei-Aktionen im Rahmen von Partien der Eintracht zu verstärken und zu optimieren.

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