Es liegt an "Nuancen": Eintracht will Wende gegen Klinsi schaffen

Frankfurt am Main - Nach dem 5:1 gegen Bayern herrschte Hochstimmung in Frankfurt, doch seitdem setzte es in der Liga nur noch Niederlagen. Für Trainer Adi Hütter liegt es an "Nuancen", die Wende soll nun gegen den früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann gelingen.

Nach drei Niederlagen in Folge in der Bundesliga will SGE-Trainer Adi Hütter gegen die Hertha wieder einen Dreier einfahren.
Nach drei Niederlagen in Folge in der Bundesliga will SGE-Trainer Adi Hütter gegen die Hertha wieder einen Dreier einfahren.  © dpa/Thomas Frey

Diese Ansetzung kommt für Eintracht Frankfurt genau richtig. Abendspiel, Flutlicht, 50.000 Fans und als Gegner kein Geringerer als der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit Hertha BSC:

Der Start des 14. Spieltags wird bei den Hessen an diesem Freitagabend (20.30 Uhr) gewiss ein bisschen Europapokal-Feeling auslösen.

"Wir müssen auch gegen Hertha versuchen, mit Power, Überzeugung und Mut zu agieren. Wir müssen den Bock umstoßen, dass das Ergebnis auf unserer Seite steht", sagte Trainer Adi Hütter, der nach drei Bundesliga-Niederlagen am Stück unbedingt mal wieder als Sieger vom Feld gehen möchte.

Das furiose 5:1 gegen den FC Bayern, das Niko Kovac in München schließlich den Job kostete, liegt gerade mal einen Monat zurück, ist gefühlt aber eine Ewigkeit her.

Seitdem prägten unglückliche Niederlagen und gleich drei Platzverweise in drei Spielen den Herbst der Hessen.

"Wir schauen, dass wir wieder ein Spiel zu elft beenden", sagte Hütter, nachdem zuletzt David Abraham, Dominik Kohr und Gelson Fernandes jeweils vorzeitig gehen mussten. Hütter sieht die Niederlagen in Freiburg (0:1), gegen Wolfsburg (0:2) und in Mainz (1:2) auch in diesem Umstand begründet.

"Es sind Nuancen, die den Unterschied machen", sagte der Trainer. Wenn diese Nuancen aber ständig fehlen, droht die SGE das Saisonziel erneuter Europa-Einzug aus den Augen zu verlieren.

Der Rückstand beträgt inzwischen schon fünf Punkte, als Rivalen gehandelte Teams wie Mönchengladbach und Schalke spielen derzeit nicht nur punktemäßig in einer anderen Liga als die Eintracht. "Wir müssen versuchen, bis Weihnachten so viele Punkte wie möglich zu machen. Die Chance ist immer da", kündigte Hütter an.

Hertha mit noch größeren Sorgen als Eintracht Frankfurt

Gegen Borussia Dortmund konnte Jürgen Klinsmann bei seinem Einstand als Hertha-Trainer nicht punkten.
Gegen Borussia Dortmund konnte Jürgen Klinsmann bei seinem Einstand als Hertha-Trainer nicht punkten.  © dpa/Gregor Fischer

Die Wende soll es nun gegen Klinsmann geben, der mit Hertha selbst noch auf seinen ersten Sieg wartet und inzwischen auf Relegationsrang 16 gelandet ist - und damit noch größere Sorgen hat als die Eintracht.

"Jürgen Klinsmann legt sehr viel Wert auf Disziplin und taktische Ruhe", befand Hütter, der den früheren Bundestrainer zufällig im Frühling mal in einem Frankfurter Restaurant getroffen hat, ihn aber sonst noch nicht besser kennt.

Personell kann die Eintracht wieder auf Abwehrchef Makoto Hasebe zurückgreifen, der zuletzt in Mainz fehlte. Er dürfte am Freitag gleich wieder in die Mitte der Dreierkette rücken.

Dagegen nicht zur Verfügung stehen werden die gesperrten Kohr und Kapitän Abraham sowie Stürmer Bas Dost, der wegen einer Leistenverletzung bis zum Ende des Jahres aussetzen muss (TAG24 berichtete).

"Er bekommt immer mehr Schmerzen, deswegen ist das kein Dauerzustand. Wir haben ihn jetzt einmal rausgenommen, um alles zu tun, dass er wieder fit wird", begründete Hütter die Maßnahme.

Damit kann der 1,96 Meter lange Stürmer auch nicht mithelfen, das Weiterkommen in der Europa League in der kommenden Woche gegen Vitória Guimarães zu sichern.

Titelfoto: Bild-Montage: dpa/Gregor Fischer, dpa/Thomas Frey

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