Nach 0:2: Eintracht Frankfurt erkämpft sich Punkt gegen Hertha BSC

Frankfurt am Main - In der Commerzbank-Arena holte Eintracht Frankfurt gegen Hertha BSC einen 0:2-Rückstand auf und erkämpfte sich ein mehr als verdientes 2:2 (0:1). Für die SGE trafen erneut Martin Hinteregger und Sebastian Rode, für Berlin erzielten Dodi Lukebakio und Marko Grujic die Treffer.

In der ersten Halbzeit ein intensives Spiel: Berlins Niklas Stark (l) und Frankfurts Djibril Sow kämpfen um den Ball
In der ersten Halbzeit ein intensives Spiel: Berlins Niklas Stark (l) und Frankfurts Djibril Sow kämpfen um den Ball

Im Gegensatz zum verlorenen Nachbarschafts-Duell gegen den FSV Mainz 05 (1:2) veränderte SGE-Coach Adi Hütter seine Startelf auf drei Positionen. Für Evan N'Dicka, Sebastian Rode und den gesperrten Dominik Kohr liefen Gelson Fernandes, André Silva und der wieder genesene Makoto Hasebe auf.

Die offensiv aufgestellte Eintracht begann schwungvoll und hatte mehr vom Spiel. Berlin stand aber zunächst sicher und ließ nichts anbrennen. Die intensiv geführte Partie fand hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen statt.

Als um die 15. Minute die Hertha mutiger wurde, entstanden mehr Räume für die Frankfurter. Ein schneller Vorstoß von Filip Kostic führte zu einer Ecke, die der Serbe selbst ausführte.

Den gefährlichen Kopfball von Almamy Touré aus fünf Metern parierte Hertha-Keeper Thomas Kraft hervorragend. Silvas Nachschuss, ein Aufsetzer, ging deutlich daneben (20.). Kurz darauf verfehlte Djibril Sow aus aussichtsreicher Position ebenfalls recht deutlich den Berliner Kasten (23.).

Jetzt entfaltete die SGE Druck und kam zu Strafraum-Aktionen. Silva (26.) und der ungemein offensiv aufspielende Martin Hinteregger (28.) hatten den Führungstreffer auf dem Fuß. Das Tor fiel aber auf der anderen Seite.

Nach einem Ballverlust der Hessen in der Berliner Hälfte schaltete die Hertha schnell um. Silva und Touré konnten nicht verhindern, dass Marvin Plattenhardt links zu Marko Grujic durchsteckte. Dessen schnelle Weitergabe fand in der noch ungeordneten Frankfurter Abwehr Dodi Lukabakio, der alleine auf Frederik Rönnow zulief und dem Dänen keine Chance ließ: 0:1 (30.).

Kamada-Tor nicht gegeben, dann trifft Hinteregger

Bester Mann bei der Eintracht: Martin Hinteregger (r.) im Zweikampf mit Berlins Dodi Lukabakio.
Bester Mann bei der Eintracht: Martin Hinteregger (r.) im Zweikampf mit Berlins Dodi Lukabakio.  © dpa/Uwe Anspach

Die Antwort der Eintracht ließ nicht lange auf sich warten. Kostic setzte sich gegen Niklas Stark durch, schaltete links den Turbo zu, flankte auf Daichi Kamada, der aus elf Metern wuchtig einnetzte (38.).

Allerdings annullierte der Video-Assistent wohl zurecht das Tor: Kostic hatte im vorangegangenen Zweikampf Stark am Trikot gezogen und so zu Fall gebracht.

Nach der Pause legte die Eintracht gleich wieder mächtig los. Ondrej Duda, der kurz darauf von Jürgen Klinsmann ausgewechselt wurde, hätte nach einem brutalen Foul an Kostic eigentlich gelb-rot sehen müssen (46.). Die darauf folgende Freistoß-Flanke köpfte Touré knapp am Tor vorbei (47.).

Die Partie wurde merklich hitziger und die Eintracht lief aggressiv gegen nun sehr tief stehende Berliner an, die ihrerseits auf Konter lauernden.

Allerdings gab es für Frankfurt zunächst kein Durchkommen, auch weil wenig über die Außen kam. Dagegen konnte die Hertha mit ihrem ersten Angriff in Hälfte zwei nachlegen.

Beim Freistoß von Plattenhardt pennte die komplette SGE-Abwehr, sodass gleich drei Berliner vor Rönnow auftauchten und Grujic problemlos zum 0:2 einschob (63.).

War's das? Keineswegs. Touré verlängerte eine Kostic-Ecke eher unfreiwillig auf Hinteregger, der den Ball mit einem kurzen Kopfnicker ins Tor beförderte: 1:2 (65.)! Bereits der fünfte Saison-Treffer des Österreichers!

Energie-Leistung der SGE wird doch noch belohnt

Filip Kostic drehte zum Ende der Partie noch einmal groß auf.
Filip Kostic drehte zum Ende der Partie noch einmal groß auf.

Kurz darauf Aufregung im Fünfer von Hertha BSC: Eine Hereingabe des für Fernandes eingewechselten Rode (62.) lenkte sich Kraft auf der Linie selbst ins Tor.

Auch dieser Treffer zählte nicht, da Silva den Keeper vor der Aktion mit einem leichten Schubser beim Absprung aus dem Gleichgewicht gebracht hatte.

Es folgten wütende Angriffe der Hessen. Aber wieder einmal fehlte es der Offensive an Kreativität und der nötigen Durchschlagskraft.

In der 83. Minute endlich ein genialer Geistesblitz von Kostic, der im linken Strafraumeck Grujic geschickt aussteigen ließ und den Ball dann Richtung rechter Winkel schlenzte. Kraft war noch mit der Hand dran, der Ball fiel aber Touré vor die Füße, der aus ganz spitzem Winkel am Tor vorbeischob.

Dann wurde die Energie-Leistung der SGE doch noch belohnt - natürlich durch einen Standard. Eine Ecke von Filip Kostic verlängerte einmal mehr Hinteregger auf den am langen Pfosten frei durchgelaufenen Rode, der mühelos zum 2:2 verwandelte (86.).

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