Viertelfinale! Eintracht schlägt Inter und feiert Europacup-Party im San Siro

Mailand - Die Sensation ist perfekt, die Reise quer über den Kontinent geht weiter: Eintracht Frankfurt hat das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League bei Inter Mailand mit 1:0 (1:0) gewonnen und ist in das Viertelfinale des Wettbewerbs eingezogen.

Filip Kostic (re.) wirft sich in den Zweikampf mit Danilo D'Ambrosio.
Filip Kostic (re.) wirft sich in den Zweikampf mit Danilo D'Ambrosio.  © DPA

Vor 45.000 Zuschauern im bei weitem nicht ausverkauften San Siro schoss Luka Jovic (5.) das Tor des Tages.

Nach der Mini-Rotation beim Auswärtssieg in Düsseldorf (TAG24 berichtete), kehrten Sebastien Haller, Mijat Gacinovic und Evan N'Dicka in die erste Elf zurück. Abräumer Gelson Fernandes, der sich im Hinspiel gegen Inter eine Gelbsperre eingebrockt hatte, wurde positionsgetreu durch Jetro Willems ersetzt.

Zudem mussten die Frankfurter auf Coach Adi Hütter verzichten, der nach seinem Flaschentritt von der UEFA gesperrt worden war. Die Regie an der Seitenlinie übernahm Co-Trainer Christian Peintinger.

Rund 20.000 Eintracht-Fans waren Schätzungen zufolge am Spieltag in Mailand unterwegs gewesen, 13.500 glückliche Ticketbesitzer feuerten das Team aus dem Gästebereich schon lange vor dem Anpfiff lautstark an.

Es dauerte nur drei Minuten, bis die Eintracht mit Vollkaracho vor den Kasten der Hausherren kam: Filip Kostic versuchte es mit einem Flachschuss, den Inter-Keeper Samir Handanovic nur zur Seite abwehren konnte. Den Abpraller hämmerte Haller an den Querbalken - Pech für Frankfurt!

Luka Jovic (re.) feiert sich nach dem Führungstreffer.
Luka Jovic (re.) feiert sich nach dem Führungstreffer.  © DPA

Zwei Minuten später zappelte der Ball dann im Netz: Stefan de Vrij legte einen Kopfball unabsichtlich genau in den Laufweg von Jovic, der das Spielgerät im Vollsprint lässig über Handanovic lupfte. Vom Innenpfosten fand der Ball den Weg ins Tor - 1:0 (5.).

Frankfurt blieb am Drücker: Willems zog kurz vor dem Sechzehner ab, verfehlte das Ziel aber um einige Meter (13.).

Inter tat sich gegen die gut organisierte Eintracht-Defensive schwer, Chancen zu kreieren. Wenn es die Nerazurri schafften, die letzte Reihe zu überspielen, mangelte es an Konzentration. Bezeichnend: Keita Baldé legte sich bei einem Konter den Ball viel zu weit vor (19.), so dass Kevin Trapp den Ball problemlos aufnehmen konnte.

Die nächste ganz dicke Gäste-Gelegenheit vergab Gacinovic kurz vor der Pause fast schon fahrlässig: Der Offensivmann stürmte alleine auf Handanovic zu. Sein Abschluss: Ein kläglicher Kullerball in die Arme des Inter-Schlussmannes (39.).

Die Gastgeber kamen im ersten Abschnitt zu keiner gefährlichen Torannäherung. So konnten sich die Hessen über eine knappe, aber komfortable Halbzeit-Führung freuen, die durchaus hätte höher ausfallen können.

Gigantisch! 13.500 Eintracht-Fans feuerten ihre Mannschaft im San Siro an.
Gigantisch! 13.500 Eintracht-Fans feuerten ihre Mannschaft im San Siro an.  © DPA

Mit breiter Brust und deutlich mehr Schwung kamen die Hausherren aus den Katakomben. Der Wille, die nötigen zwei Tore zum Weiterkommen zu schießen, war Inter zunächst deutlich anzumerken.

Allerdings sorgte ein Konter der SGE für den ersten Abschluss: Haller scheiterte an der Fußabwehr von Handanovic (55.). Auf der Gegenseite schlenzte Matteo Politano den Ball knapp am rechten Pfosten vorbei (56.).

Kostic fasste sich in der 65. Minute ein Herz und fand erneut seinen Meister in Handanovic. Ingesamt gingen die Adlerträger fast schon schlampig mit ihrer Vielzahl an Abschlüssen um.

Nach 71 Minuten hatten die Gäste Glück: Ein Geschoss von Milan Skrinar rauschte nur knapp am Tor vorbei. Kurz vor Ende der regulären Spielzeit blieb Makoto Hasebe nach einem Kopfballduell benommen im eigenen Strafraum liegen. Der Japaner konnte mit brummendem Schädel weitermachen.

Nach satten sechs Minuten Zuschlag pfiff Referee Ovidiu Alin Hategan unter großem Jubel der Eintracht-Fans ab! Durch das souveräne 1:0 im San Siro gelang den Frankfurter der sensationelle Einzug in das Viertelfinale der Europa League.

Bereits am Freitag wird in Nyon der kommende Gegner der Eintracht ausgelost: Ab 13 Uhr warten erneut attraktive europäische Schwergewichte in den Lostöpfen.

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0