Europa League: Eintracht will gegen Salzburg BVB-Pleite schnell gutmachen

Frankfurt am Main - Frankfurts beeindruckende Serie im neuen Jahr endet mit einem trostlosen 0:4. Der Dämpfer kommt vor der Europa-League-Prüfung zu einer ungünstigen Zeit. Für das Duell mit seinem ehemaligen Club RB Salzburg fordert Hütter eine schnelle Steigerung.

"In Dortmund kann man verlieren, aber die Art und Weise stört mich", sagte Eintracht-Coach Adi Hütter.
"In Dortmund kann man verlieren, aber die Art und Weise stört mich", sagte Eintracht-Coach Adi Hütter.  © DPA/Arne Dedert

Die Begegnung mit dem gewaltigen Erling Haaland hat Eintracht Frankfurt immerhin schon hinter sich.

Statt sich in den kommenden Wochen gegen RB Salzburg in der Europa-League-Zwischenrunde zweimal mit dem 1,94 Meter großen Torjäger messen zu müssen, blieb es bei einem Aufeinandertreffen mit dem im Winter zu Borussia Dortmund gewechselten neuen Stürmer-Star.

Doch um der Eintracht nach einem starken Start in 2020 das Wochenende zu vermiesen, reichten Haaland, Jadon Sancho und Co. auch 90 Minuten und ein überlegenes 4:0 (1:0) zum Start des 22. Spieltags in der Fußball-Bundesliga.

"In Dortmund kann man verlieren, aber die Art und Weise stört mich. Ich bin sicher, dass wir am Donnerstag vor ausverkauftem Haus ein anderes Bild abgeben werden", sagte Trainer Adi Hütter nach der Pleite, die der 50 Jahre alte Österreicher auch in dieser Höhe als «verdient» beschrieb.

Während der zuletzt nach zwei Niederlagen schwächelnde BVB dank Treffern von Haaland, Sancho, Lukasz Piszczek und Raphaël Guerreiro ordentlich Mut für die Champions-League-Prüfung gegen Paris Saint-Germain schöpfte, muss die Eintracht mit einem Dämpfer in das internationale Abenteuer 2020 ziehen. Im Idealfall - so wünschen es sich Hütter, Spieler und die Fans - geht es in diesem Frühjahr so weiter wie im Vorjahr, als die Hessen bis ins Europa-League-Halbfinale stürmten.

Fredi Bobic: "Das Unsaubere und Schlampige hat das Spiel kaputtgemacht"

Auch Sportvorstand Fredi Bobic will gegen RB Salzburg eine bessere Leistung der SGE sehen.
Auch Sportvorstand Fredi Bobic will gegen RB Salzburg eine bessere Leistung der SGE sehen.  © dpa/Uwe Anspach

Mittelfeldspieler Sebastian Rode, der am Freitagabend wieder in die Startelf rückte, monierte: "Mit dieser Leistung wird es ganz schwer, hier zu bestehen. Eine bittere Niederlage, die wir aber abhaken müssen."

Am Donnerstag (18.55 Uhr) wartet gegen Österreichs Meister Salzburg zunächst das Hinspiel vor eigenem Publikum. "Das sollte nicht passieren – ist es aber. Jetzt heißt es daraus zu lernen und es besser zu machen", forderte Sportvorstand Fredi Bobic.

In Dortmund hingegen stimmte wenig bis gar nichts. Jeder vierte Pass landete beim Gegner, über die gesamte Spieldauer brachten der zuletzt überragende Filip Kostic und Co. gerade einmal einen Torschuss zustande.

"Über 90 Minuten gesehen war das ein Klassenunterschied. Wir haben weitgehend das vermissen lassen, was uns in den vergangenen Wochen ausgezeichnet hat. Wir hatten bei Ballbesitz keine Akzente nach vorne, das Torschussverhältnis sagt alles", benannte Hütter die Kritikpunkte. "Das Unsaubere und Schlampige" habe das Eintracht-Spiel "kaputtgemacht", meinte Bobic.

Während in den beiden Pokal-Wettbewerben wieder große Spiele und spannende Wochen warten, droht der Eintracht in der Liga das Niemandsland. Im DFB-Pokal geht Anfang März im Viertelfinale gegen Werder Bremen.

Der starke Start in der Liga brachte der vor Weihnachten kriselnden Hütter-Elf ein Polster von elf Punkten auf Relegationsrang 16. Doch auch nach oben wird es schwierig, weil das Top-Quintett Leipzig, Bayern, Dortmund, Gladbach und Leverkusen eifrig punktet. Nach dieser Rechnung wäre über die Liga nur ein weiterer Europapokal-Platz frei.

Titelfoto: DPA/Arne Dedert

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