Dost, Silva und Paciencia: Hat Eintracht Frankfurt nun ihre "Büffel-Herde 2.0"?

Frankfurt am Main - Nach dem etwas holprigen Saison-Start und dem personellen Aderlass der Eintracht wurde die fehlende Durchschlagskraft im Sturm als eines der Haupt-Mankos ausgemacht (TAG24 berichtete). Eine Woche und zwei Siege später haben sich die Dinge offensichtlich zum Guten gewendet.

Bas Dost, André Silva und Goncalo Paciencia (l-r) sollen die Eintracht zum Erfolg schießen.
Bas Dost, André Silva und Goncalo Paciencia (l-r) sollen die Eintracht zum Erfolg schießen.

Goncalo Paciencia schoss am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf mit dem viel umjubelten 2:1 bereits sein zweites Saison-Tor im dritten Liga-Spiel.

Außerdem legte der Portugiese das 1:1 für Neuzugang Bas Dost auf, der bei seinem Debüt für die Hessen gerade mal zwölf Minuten bis zum ersten Treffer benötigte.

Und für den zuletzt ja nicht immer höchst motivierten Ante Rebic wurde nun in einem recht spektakulären Tauschgeschäft mit dem AC Mailand der portugiesische Nationalspieler André Silva geholt. Büffel-Herde 2.0 möchte man da meinen.

An dem 23-jährigen Angreifer waren die Hessen schon seit einigen Wochen dran.

"Das Paket war für uns aber zu groß, um es zu stemmen", verriet Eintracht-Sportverstand Bobic. "Wir haben zwar viel Geld eingenommen, aber auch schon viel Geld investiert." Durch den Tausch mit Rebic ergab sich nun die Chance, den 33-fachen Nationalspieler zu verpflichten.

Von seinem neuen Stürmer hält Bobic sehr viel: "Er ist ein toller Spieler mit unheimlich viel Potenzial und wird eine ganz andere Note reinbringen", verteilte er Vorschusslorbeeren.

Adi Hütter: "Alle drei wissen, wo das Tor steht"

Adi Hütter hat allen Grund zur Freude: Sein neues Sturm-Trio hat wirklich jede Menge Qualität!
Adi Hütter hat allen Grund zur Freude: Sein neues Sturm-Trio hat wirklich jede Menge Qualität!  © DPA

Auch Trainer Hütter ist begeistert von seinem neuen Spieler. "André ist ein junger, intelligenter Spieler, der Tore machen kann. Er ist technisch gut, hat ein gutes Spielverständnis und kann mit links, mit rechts und mit dem Kopf abschließen", sagte er über den Neuzugang.

"Es ist schon schön, wenn man einen portugiesischen Nationalspieler vom AC Milan hierher bekommen kann", so Hütter weiter. "Die Eintracht ist ein gutes Pflaster geworden."

Für Goncalo Paciencia schließt sich ein alter Weggefährte der SGE an. Beide spielten von 2013 bis 2017 beim FC Porto zusammen.

Silva absolvierte für Europameister Portugal seit seinem Debüt im September 2016 gegen Gibraltar bisher 33 Länderspiele, in denen er 15 Tore erzielte. Bei der WM 2018 war er ebenso dabei wie beim Gewinn der Nations League in diesem Jahr.

Bereits im Sommer 2017 hatte ihn der AC Mailand für 38 Millionen Euro vom FC Porto geholt. Weil der einst als Mega-Talent gefeierte Stürmer in der Umbruchphase der Italiener nicht richtig zur Geltung kam, wurde Silva in der Vorsaison an den spanischen Topclub FC Sevilla verliehen.

Dort legte er einen starken Saisonstart hin, ehe ihn eine schwere Verletzung (Patellasehne) monatelang außer Gefecht setzte.

Jetzt bildet er also mit Paciencia und Bas Dost das neue Sturm-Trio der Eintracht. Eines, dass vielleicht wirklich die nun komplett verabschiedete "Büffel-Herde" der vergangenen Saison adäquat ersetzen kann.

"Jeder Trainer ist glücklich, wenn er Spieler bekommt, die Tore schießen können. Alle drei wissen, wo das Tor steht", sagte Hütter über sein neues Sturm-Trio und verabschiedete sich mit einem seligen Lächeln in die Länderspiel-Pause: "Ich bin mit dem Kader, wie er jetzt steht, absolut zufrieden."

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0