RB Leipzig: Ilsanker als Spion für Pokalgegner Frankfurt? "Darf gern was erzählen!"

Leipzig - Nur vier Tage nach seinem Abgang von RB Leipzig trifft Stefan Ilsanker (30) am Dienstagabend (18.30 Uhr/Sport1 live) mit Eintracht Frankfurt auf seinen Ex-Klub. Dem Österreicher wurde ein Einsatz allerdings verboten. Wie er seinem neuen Coach Adi Hütter dennoch helfen kann...

Julian Nagelsmann musste vor zehn Tagen eine 0:2-Niederlage in Frankfurt einstecken. Diesmal will er im DFB-Pokal das Ruder herumreißen.
Julian Nagelsmann musste vor zehn Tagen eine 0:2-Niederlage in Frankfurt einstecken. Diesmal will er im DFB-Pokal das Ruder herumreißen.  © Picture Point/Roger Petzsche

Die Abwehrprobleme für RB Leipzigs Coach Julian Nagelsmann (32) werden nicht kleiner. Nach Ilsankers Wechsel in die hessische Bankenmetropole wurde mit Manchester Citys Angelino (23) zwar Ersatz verpflichtet, allerdings nur für die linke Verteidigerseite.

Umso bitterer, dass Abwehr-Bulle Dayot Upamecano (21) am Montag ein Schonprogramm beim Abschlusstraining absolvieren musste, nachdem er gegen Borussia Mönchengladbach (2:2) am Samstag umgeknickt war und noch eine Schwellung hatte.

"Er ist angeschlagen", sagte Nagelsmann am Montag. Es sei aber "nichts großartig Schlimmes" und er gehe davon aus, "dass es morgen geht", so der 32-Jährige.

Der Spanier Angelino, der am liebsten Angel gerufen wird, habe bereits am Sonntag gut trainiert, bestätigte sein neuer Coach für die Rückrunde. "Er kommt von einem der besten Trainer der Welt, Pep [Guardiola, Anm. d. Red.] wird ihm einiges mitgegeben haben. Wenn er das macht, was Pep ihm gesagt hat, wird er sehr viel richtig machen."

Sowohl ihm als auch seinem Landsmann Dani Olmo (21) stellte er einen Einsatz in der Commerzbank-Arena in Aussicht. Möglicherweise gar in der Startelf. "Vielleicht werf' ich beide rein. Einen werde ich - Stand jetzt - auf jeden Fall reinwerfen."

Fest steht: Yvon Mvogo (25) hütet für Stammkeeper Péter Gulacsi (29) den Leipziger Kasten.

"Wäre ratsam, nach fünf Spielen mal wieder nicht in Rückstand zu geraten"

Stefan Ilsanker wechselte erst vor vier Tagen von Leipzig nach Frankfurt. Gibt er seinem neuen Coach Adi Hütter die entscheidenden Hinweise?
Stefan Ilsanker wechselte erst vor vier Tagen von Leipzig nach Frankfurt. Gibt er seinem neuen Coach Adi Hütter die entscheidenden Hinweise?  © imago images/Jan Huebner

Wie wollen die Roten Bullen das Ruder nach der 0:2-Niederlage in der Liga bei der SGE vor zehn Tagen diesmal herumreißen?

"Wir waren nicht die schlechtere Mannschaft", zeigte sich Julian Nagelsmann hoffnungsvoll. "Es waren genug Lösungsansätze da, um Tore zu machen, die wir aber nicht gemacht haben."

Insgesamt würde sich der jüngste Bundesligacoach wünschen, "nicht in Rückstand zu geraten, wie in den letzten fünf Spielen."

Vor den Partien gegen Gladbach und Frankfurt gingen die Bullen auch zuvor gegen Union Berlin (3:1), den FC Augsburg (3:1) und Borussia Dortmund (3:3) in Rückstand, verloren bis aufs Eintracht-Spiel aber keines.

Und auch diesmal: "Die Jungs werden so rangehen, dass wir das Spiel zwingend gewinnen wollen. Wir würden gern wieder ins Finale nach Berlin, das ist unser Ziel", so der wortgewandte RB-Trainer.

Und Stefan Ilsanker? Der 30-Jährige hat vertraglich verboten bekommen, gegen seinen Ex-Klub aufzulaufen - nicht ganz ungewöhnlich in der Branche (TAG24 berichtete).

Dass er jetzt aber als Spion fungiert und Adi Hütter bislang unbekannte Hinweise zum kommenden Gegner geben könnte, glaubt Nagelsmann nicht. "Sie haben sicher selbst eine gut funktionierende Analyseabteilung und selbst einen guten Blick. Ilse darf gern bisschen was erzählen, das gehört auch dazu. Ich sehe aber keine extrem große Gefahr, dass er viel verrät, was interessant sein könnte."

Weshalb Ilsanker abgegeben wurde, obwohl kein Innenverteidiger im Winter verpflichtet wurde, hat der Trainer auch noch erläutert. "Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass er mit Leib und Seele für uns spielen würde, wenn er bleiben muss. Am Ende des Tages hat es keinen Sinn mehr gemacht."

Schiedsrichter wird Dr. Felix Brych (44) sein. Der FIFA-Referee hatte die Partie Frankfurt-Leipzig bereits am 34. Spieltag der ersten RB-Bundesliga-Saison gepfiffen. Nach 2:0-Führung kamen die Hessen noch zu einem 2:2. Dieses Resultat wird es am heutigen Dienstag am Ende nicht geben.

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