Videobeweis-Pech für Eintracht Frankfurt bei Pleite gegen Schalke

Frankfurt am Main - Natürlich ist es unsinnig, nach einer Niederlage die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen. Dennoch darf man fragen, warum beim unglücklichen 0:1 von Eintracht Frankfurt beim FC Schalke 04 in zwei fragwürdigen Situationen der VAR in Köln nicht eingriff.

Filip Kostic ist enttäuscht nach dem unglücklichen 0:1 der Eintracht auf Schalke.
Filip Kostic ist enttäuscht nach dem unglücklichen 0:1 der Eintracht auf Schalke.  © dpa/Rolf Vennenbernd

Zunächst war es beim Stand von 0:0 in der ersten Halbzeit Mijat Gacinovic, der nach einem Zweikampf mit Ozan Kabak im Strafraum zu Boden ging (30.).

Der Schalker hatte gut erkennbar am Trikot des Serben gezogen. Gacinovic fiel und beschwerte sich anschließend lautstark.

Ob der Einsatz von Kabak nun strafwürdig war, ist schwer zu entscheiden; vor allem auch deshalb, weil Gacinovic doch recht theatralisch fiel.

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Dennoch war die Situation ganz und gar nicht eindeutig.

Eine Eingabe aus Köln an Schiedsrichter Felix Zwayer und eine anschließende Betrachtung auf dem Bildschirm hätte hier jedenfalls für Gewissheit gesorgt.

Aber gut: Der VAR soll ja nur bei klaren Fehlentscheidungen eingreifen. Das war hier nicht unbedingt gegeben. Etwas anders verhielt es sich in der 80. Minute beim Spielstand von 0:1.

Bas Dost im Strafraum klar gehalten

Zweimal entschied sich Schiedsrichter Felix Zwayer bei Elfmeter-würdigen Situationen im Schalke-Strafraum gegen Eintracht Frankfurt.
Zweimal entschied sich Schiedsrichter Felix Zwayer bei Elfmeter-würdigen Situationen im Schalke-Strafraum gegen Eintracht Frankfurt.  © dpa/Rolf Vennenbernd

Die Eintracht war nach der roten Karte gegen Schalke-Keeper Alexander Nübel gerade am Drücker und bekam rechts vom Strafraum einen Freistoß zugesprochen.

Stürmer Bas Dost hielt sich am Rand des Sechzehners auf, bewacht von Kabak.

Als der Holländer dem herein geschlagenen Ball entgegenlaufen wollte, wurde er von seinem Gegenspieler klar gehalten und fiel hin.

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Auch hier erfolgte kein Pfiff und der Video-Assistent griff erneut nicht ein. Bei einer Überprüfung am Monitor hätte Schiedsrichter Zwayer höchstwahrscheinlich auf den Punkt gezeigt.

Bas Dost bestätigte im Interview mit Sky ebenfalls, dass er durch das Halten zu Fall gebracht worden sei. Dennoch suchte er fairerweise die Schuld nicht beim Referee.

"Jetzt ist so eine Phase, da läuft es einfach nicht", sagte der Stürmer. "Wir haben alles versucht und können stolz darauf sein, wie wir gespielt haben."

Also nicht hadern, sondern nach vorne schauen. Bereits am Mittwoch (20.30 Uhr) empfängt die Eintracht zu Hause den Tabellen-Vorletzten aus Köln, ehe zum Hinrunden-Finale am Sonntag (15.30 Uhr) Aufsteiger Union Berlin in die Commerzbank-Arena kommt. Sechs Punkte sind also nicht ausgeschlossen.

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