Niederlage in Überzahl: Eintracht kann auch auf Schalke keinen Punkt mitnehmen

Frankfurt am Main/Gelsenkirchen - Eintracht Frankfurt steckt in der Ergebnis-Krise und verliert in der Veltins-Arena in Überzahl gegen Schalke 04 mit 0:1 (0:0). Den goldenen Treffer erzielte Benito Raman. Schalke-Keeper Alexander Nübel war in der 66. Minute vom Platz geflogen.

Viel Kampf, wenig Glanz in Halbzeit eins: Weston McKennie (M) und Omar Mascarell gegen Bas Dost (oben).
Viel Kampf, wenig Glanz in Halbzeit eins: Weston McKennie (M) und Omar Mascarell gegen Bas Dost (oben).  © dpa/Rolf Vennenbernd

Nach der Niederlage gegen Vitoria Guimaraes setzte Eintracht-Trainer Adi Hütter - auch in Hinblick auf die kommende englische Woche in der Liga - auf Rotation und veränderte seine Startelf gleich auf sechs Positionen.

Für Makoto Hasebe, Danny da Costa, Daichi Kamada, André Silva, Goncalo Paciencia (alle Bank) und den rot-gesperrten David Abraham liefen Evan N'Dicka, Almamy Touré, Lucas Torró, Timothy Chandler, Mijat Gacinovic und der überraschend wiedergenesene Bas Dost von Beginn an auf.

Das Spiel begann sehr verhalten. Die Frankfurter standen in der Mitte kompakt, liefen die favorisierten Schalker zudem früh an und unterbanden ein kontrolliertes Aufbauspiel. Allerdings konnte die SGE zunächst selbst auch keine Impulse in der Offensive setzen.

Da die Eintracht-Verteidiger die schnellen, technisch versierten Stürmer des Gegners ebenfalls weitgehend im Griff hatten, passierte lange Zeit nichts. Die erste Chance dann in der 28. Minute: Amine Harit gab per Hacke an Torró vorbei auf Suat Serdar weiter, der halblinks aus 17 Metern mit einem satten Schuss Frederik Rönnow zu einer Parade zwang.

Kurze Zeit später Aufregung im Schalker Strafraum: Gacinovic ging im Zweikampf mit Ozan Kabak zu Boden und forderte einen Strafstoß. Der Schalker hatte zwar die Hände am Trikot des Serben, zu einem Elfer reichte sein Einsatz aber nach Ansicht von Schiedsrichter Felix Zwayer nicht (30.).

Erst mit Minute 40 kommt die Partie in Schwung

Engagierte Defensivleistung der Hessen: Djibril Sow (r) kommt vor Suat Serdar an den Ball.
Engagierte Defensivleistung der Hessen: Djibril Sow (r) kommt vor Suat Serdar an den Ball.  © dpa/Rolf Vennenbernd

Wie gefährlich sie sind, wenn sie schnell umschalten können, bewiesen die Schalker in der 40. Minute.

Gacinovic verlor den Ball in der gegnerischen Hälfte an Kabak. Der Türke startete durch und war nach feinem Doppelpass mit Daniel Caligiuri alleine vor Rönnow, doch der konnte parieren (40.)

Nur zwei Minuten später setzte Harit am Eintracht-Strafraum gekonnt Benito Raman ein, doch auch der scheiterte am klug herausgelaufenen dänischen Schlussmann der Hessen (42.).

Kurz vor dem Halbzeit-Pfiff hatte dann endlich auch die Eintracht eine gute Gelegenheit. Ein weiter Pass von Djibril Sow fand Timothy Chandler auf der rechten Seite. Dessen Flanke köpfe Gacinovic aber zu unplatziert in die Arme von Alexander Nübel (45.+4).

Nach der Pause kam die Eintracht zunächst aggressiver aus der Kabine. Ein schöner Schuss von Filip Kostic aus 20 Metern verfehlte den Kasten von Nübel nur knapp (48.). Auf der Gegenseite konnte Rönnow gegen Caligiuri aus ähnlicher Entfernung gerade so klären (50.).

Raman trifft, Nübel fliegt, die Eintracht verliert

Benito Raman schießt das 1:0 für Schalke. Martin Hinteregger kann nur noch zusehen.
Benito Raman schießt das 1:0 für Schalke. Martin Hinteregger kann nur noch zusehen.  © dpa/Rolf Vennenbernd

Ein individueller Fehler führte dann zum 1:0 für die Hausherren.

Der aufgerückte Touré verlor den Ball im Mittelkreis und fehlte dadurch in der Innenverteidigung. Den über Harit blitzsauber herausgespielten Konter verwandelte Raman eiskalt (52.).

Adi Hütter brachte Daichi Kamada für Sebastian Rode, um mehr Kreativität in die Offensive zu bringen (55.).

Die Eintracht kam nun besser ins Spiel, auch weil sich Schalke etwas mehr zurückzog. Das sollte sich auszahlen, wenn auch nicht durch Zählbares.

Gacinovic wurde gegen aufgerückte Schalker mit einem langen Pass geschickt. Nübel wollte vor dem Serben an den Ball, verschätzte sich und sprang mit getreckten Bein in den Eintracht-Stürmer. Dafür gab es die rote Karte (66.).

Gacinovic konnte nach dem rüden Foul nicht weiterspielen und wurde durch Paciencia ersetzt (70.). Die Eintracht rannte nun an, konnte aber einmal mehr den Gegner nicht wirklich spielerisch in Bedrängnis bringen. Die größte Chance hatte da noch Sow, der aus 16 Metern einfach mal abzog, das Tor aber knapp verfehlte (78.).

Pech für die Eintracht, dass Schiedsrichter Zwayer auch das klare Halten von Kabak gegen Dost im Strafraum der Schalker nicht mit einem Strafstoß ahndete. Kurz darauf traf der eingewechselte Burgstaller aus 18 Metern nur den Pfosten (83.).

Dann doch noch beinahe der Ausgleichstreffer für die Hessen: Eine mustergültige Kostic-Flanke fand den eingewechselten Erik Durm, aber Ersatz-Keeper Markus Schubert konnte mit einem Reflex klären (87.). So blieb es beim letztlich für die Eintracht unglücklichen 0:1.

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