Wieder Remis! Eintracht kann auch gegen Gladbach nicht gewinnen

Frankfurt - Viertes Bundesliga-Remis in Folge: Eintracht Frankfurt hat sich im Heimspiel unentschieden von Borussia Mönchengladbach getrennt. Das Spiel endete 1:1 (1:0).

Sebastien Haller wird von Nico Elvedi (re.) im Zweikampf gestoßen.
Sebastien Haller wird von Nico Elvedi (re.) im Zweikampf gestoßen.  © DPA

Vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank Arena traf Danny da Costa (45.+1) für die Eintracht. Denis Zakaria netzte für Gladbach ein (82.).

Nach dem Kälte-Kracher bei Schachtar Donezk (TAG24 berichtete) hatten die Hessen nicht einmal drei volle Tage Zeit, um sich auf das enorm wichtige Heimspiel gegen den Tabellendritten vorzubereiten.

Trotz der engen Spiel-Taktung warf Adi Hütter gegen die Borussia die Rotationsmaschine gar nicht erst an: Auf Sebastian Rode konnte der österreichische Trainer nicht zurückgreifen. Der an einer Wadenverletzung laborierende Mittelfeldmann wurde positionsgetreu durch Jonathan de Guzman ersetzt.

Im Angriff blieb Top-Knipser Luka Jovic zunächst auf der Bank, Sebastien Haller nahm den Platz des serbischen Youngsters ein.

In der sonnendurchfluteten Arena pfiff Schiedsrichter Deniz Aytekin das Duell um die Europacup-Plätze pünktlich an.

Nach kurzem Abtasten gaben die Gäste durch Thorgan Hazard den ersten Warnschuss ab - das Leder zischte knapp am linken Pfosten vorbei (8.). Einen Freistoß aus aussichtsreicher Position setzte Hazard in der 18. Minute etwas zu hoch an.

Danny da Costa trifft zur viel umjubelten Frankfurter Führung.
Danny da Costa trifft zur viel umjubelten Frankfurter Führung.  © DPA

Bei nahezu ausgeglichenem Ballbesitz gelang es der Eintracht nicht, die Borussia-Defensive ins Wanken zu bringen.

Die Gladbacher hingegen hebelten die Frankfurter Abwehr in der 25. Minute mit präzisem und schnellem Passspiel aus - Kevin Trapp reagierte im Eins gegen Eins mit Denis Zakaria glänzend und verhinderte so den Rückstand.

Frankfurt blieb im Angriff weiterhin blass: Filip Kostic, der mehr und mehr ins Spiel eingebunden wurde, fand mit seinen Flanken von links nicht die Stürmer. Auch seinen flachen Torabschluss aus gut 20 Metern konnte der Serbe nicht im Netz unterbringen, Kostic fand nur die Pranken von Mönchengladbachs Torhüter Yann Sommer (39.).

Als die Zuschauer sich schon auf das Halbzeit-Getränk eingestellt hatten, klingelte es plötzlich im Kasten: Nach einer kurzen Ecke sprintete De Guzman an der Strafraumkante entlang, hämmerte das Leder in Richtung Fünfmeterraum, wo Danny da Costa goldrichtig stand und den Ball ins Tor wuchtete - das 1:0 mit dem Pausenpfiff (45.+1)!

Und Tschüss: Lars Stindl (li.) enteilt Frankfurts Gelson Fernandes.
Und Tschüss: Lars Stindl (li.) enteilt Frankfurts Gelson Fernandes.  © DPA

Die zweite Halbzeit begann mit einem starken Konter der Eintracht: Haller eroberte das Spielgerät und leitete den Angriff ein. Über mehrere Stationen landete der Ball bei Kostic, dessen Schuss im letzten Moment von Fabian Johnson geblockt wurde (54.).

Allerdings drückten die Gäste mit zunehmender Spieldauer immer heftiger aufs Gaspedal und kamen zu einigen Möglichkeiten: Oscar Wendt und Christoph Kramer verpassten jeweils aus spitzem Winkel (57.).

Frankfurt lauerte nun bei Ballbesitz Borussia vermehrt auf schnelle Gegenstöße, um die Vorentscheidung vor den eigenen Fans zu erzwingen. Doch bis zur 75. Minute passierte kaum etwas in den beiden Gefahrenzonen, ehe Ante Rebic das 2:0 mit einem unpräzisen Versuch verpasste.

Fünf Minuten später rettete Trapp mit dem Fuß gegen den eingewechselten Josip Drmic (80.). Kurz darauf klingelte es dann doch im Kasten der Hausherren: Tobias Strobl steckte auf Zakaria durch, der diesmal die Nerven behielt und zum Ausgleich traf (82.). Kurz vor dem Ende brachte Adi Hütter noch Luka Jovic und Goncalo Paciencia in die Partie. Doch die frische Offensiv-Power halft nicht mehr.

Durch das 1:1 gegen Borussia Mönchengladbach schaffte es die Eintracht nicht, den fünften Platz im Bundesliga-Tableau zu verteidigen.

Für die Frankfurter heißt es nun Kräfte sammeln: Bereits am Donnerstag geht es im Rückspiel des Europa-League-Sechzehntelfinales gegen Donezk ums das Weiterkommen (21.2., 18.55 Uhr). Am folgenden Wochenende geht die Reise zum schwer angeschlagenen Kellerkind Hannover 96 (24.2., 15.30 Uhr).

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