VAR-Wahnsinn auf Schalke! Eintracht siegt in der 99. Minute dank Jovic

Gelsenkirchen - Weiter voll auf Champions-League-Kurs nach irrem VAR-Finish! Eintracht Frankfurt hat das Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 mit 2:1 (1:1) gewonnen. Dafür sorgte der Video-Assistent in der Nachspielzeit.

Ante Rebic (li.) trifft nach einem starken Beginn zum 1:0.
Ante Rebic (li.) trifft nach einem starken Beginn zum 1:0.  © DPA

Vor 61.842 Zuschauern in der ausverkauften Veltins Arena trafen Ante Rebic (13.) und Luka Jovic (90.+8). für Frankfurt. Suat Serdar (22.) netzte für Schalke ein - in der Nachspielzeit flog der Youngster mit Gelb-Rot vom Feld. (90.+3).

Ohne Sebastien Haller, Sebastian Rode, Mijat Gacinovic, Almamy Touré, Marc Stendera und Marco Russ reiste die Eintracht gen Gelsenkirchen.

Aufgrund der angespannten Personallage musste Trainer Adi Hütter im Vergleich zum Heimsieg gegen den VfB Stuttgart auf drei Positionen umbauen: Jonathan de Guzman, Jetro Willems und der final wiedergenesene Kapitän David Abraham rückten in die Startelf.

Bereits in der dritten Minute hätten die Gäste in Führung gehen müssen: Nach einer flachen Hereingabe durch Danny da Costa, scheiterte Luka Jovic mit einem strammen Abschluss aus rund fünf Metern am glänzend reagierenden Alexander Nübel im Schalker Kasten.

Doch der nächste Versuch saß! Filip Kostic setzte Ante Rebic mit einem herrlichen Pass zwischen die Abwehrkette in Szene - der Kroate umkurvte Nübel und knallte den Ball in die Maschen - 1:0 (13.).

Breel Embolo (vorne) rasselt mit Frankfurt-Kapitän David Abraham zusammen.
Breel Embolo (vorne) rasselt mit Frankfurt-Kapitän David Abraham zusammen.  © DPA

Nur eine Minute nach dem Führungstreffer sah Martin Hinteregger, dass Nübel einen Hauch zu weit vor sei nem Kasten stand und versuchte es rotzfrech aus der eigenen Hälfte - der S04-Torhüter kratzte den Ball aber im letzten Moment von der Linie (14.).

Bitte für die Hessen: Wie aus dem Nichts gelang den Hausherren der Ausgleich. Nach einem Freistoß von Daniel Caligiuri kam Breel Embolo im Sechzehner frei zum Kopfball. Kevin Trapp konnte das Leder nur zur Seite abwehren, wo Suat Serdar goldrichtig stand und zum 1:1 einschob (22.).

In der 31. Minute schaltete sich der VAR ein, weil Jeffrey Bruma den Frankfurter Torschützen Rebic im Sechzehner zu Fall gebracht hatte - doch Referee Sascha Stegemann entschied sich nach ausführlichem Studieren der Video-Aufnahmen gegen einen Elfmeter - eine äußerst fragwürdige Auslegung.

Dann musste Hinteregger angeschlagen vom Feld. Evan N'Dicka kam für den Österreicher in die Partie (38.).

Nach einer starken Anfangsphase der Frankfurter verlagerte sich das Spielgeschehen mehr und mehr ins Mittelfeld - mit einem zwischenzeitlichen Remis gingen die Teams in die Kabinen.

Jetro Willems (li.) im Duell um die Lufthoheit mit dem Ex-Frankfurter Omar Mascarell.
Jetro Willems (li.) im Duell um die Lufthoheit mit dem Ex-Frankfurter Omar Mascarell.  © DPA

Hütter wechselte vor Wiederanpfiff offensiv: De Guzman blieb in den Katakomben, Goncalo Paciencia ersetzte den Holländer.

Und der Portugiese bekam in der 52. Minute seine erste Chance: Mit einem Kopfball scheiterte er allerdings am starken Nübel. Bei der folgenden Ecke prüfte Caligiuri seinen eigenen Schlussmann - auch hier parierte Nübel glänzend.

Das Spiel verflachte mit fortschreitender Dauer. Frankfurt versuchte es zwar ab und an mit offensiven Nadelstichen, doch wirklich gefährliche Abschlüsse kamen nicht zustande.

Abspielfehler, Fouls und zahlreiche Unterbrechungen dominierten das Geschehen auf dem Rasen bis zum Abpfiff - für die Zuschauer in der Veltins Arena definitiv kein Zuckerschlecken.

Der Schalker Torschütze Serdar flog in der vierminütigen Nachspielzeit nach einem Foul an Kostic mit Gelb-Rot vom Feld (90.+3).

Doch das war nicht der Schlusspunkt: Nach einem Handspiel von Caligiuri im eigenen Sechzehner schaltete sich erneut der Video-Assistent ein - und entschied diesmal auf Strafstoß. Luka Jovic behielt in der neunten Minute der Nachspielzeit die Nerven und versenkte zum 2:1-Siegtreffer (90.+9).

So endete eine vom VAR dominierte Partie nach einer lebhaften ersten und einer völlig zerfahrenen zweiten Halbzeit mit 2:1 für die Frankfurter, die damit voll auf Champions-League-Kurs blieben.

Auf die Eintracht warten vor dem Osterfest turbulente Tage: Am kommenden Donnerstag geht es im Hinspiel des Europa-League-Viertelfinales bei Benfica Lissabon um eine gute Ausgangsposition (11. April, 21 Uhr). Drei Tage später empfangen die Hessen den FC Augsburg in der Commerzbank Arena (14. April, 18 Uhr).

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