"Netz fast kaputt geschossen": Ist Jovic Frankfurts X-Faktor für die Königsklasse?

Gelsenkirchen - Dieses Last-Minute-Tor könnte in der Saison-Endabrechnung Gold wert sein: Luka Jovic traf am Samstagnachmittag in der 99. Minute zum Frankfurt Auswärtssieg auf Schalke in der 99. Minute. Vom Punkt blieb der Serbe trotz des hohen Drucks unfassbar cool. Wird der 21-Jährige auf dem Weg zur Champions-League-Qualifikation zum X-Faktor?

Netzte in der 99. Minute zum Sieg ein: Eintracht-Megatalent Luka Jovic.
Netzte in der 99. Minute zum Sieg ein: Eintracht-Megatalent Luka Jovic.  © DPA

In der vierten Minute der Nachspielzeit hatte Schalke-Kapitän Daniel Caligiuri den Ball im Sechzehner mit der Hand berührt - Schiedsrichter Sascha Stegemann ließ zunächst weiterspielen.

Dann schaltete sich der Kölner Keller ein: Der Video-Assistent bat Stegemann, sich die strittige Szene noch einmal auf dem Monitor am Spielfeldrand anzusehen. Die Entscheidung des Referees beim Stand von 1:1 lautete Elfmeter.

Luka Jovic übernahm die Verantwortung - und hämmerte das Spielgerät mit breiter Brust in den Knick. Ein Beleg seiner Klasse.

"Ich war vor dem Elfmeter voll konzentriert und war mir sicher, dass ich ihn verwandeln werde", sagte der abgebrühte Jovic nach dem Abpfiff über sein 17. Saisontor.

Gar nicht so gelassen war Frankfurts Keeper Kevin Trapp während der entscheidenden Szene.

"Ich habe den Elfmeter nicht gesehen. Ich habe mich weggedreht. Aber ich habe gehört, dass er - genau oben rein - das Netz fast kaputt geschossen hat", gestand Trapp.

Die Frankfurter Mannschaft jubelt geschlossen nach dem Siegtreffer in Gelsenkirchen.
Die Frankfurter Mannschaft jubelt geschlossen nach dem Siegtreffer in Gelsenkirchen.  © DPA

Zur Coolness von Jovic sagte der Torhüter: "Das zeigt auch die Entschlossenheit, die Luka hat. In so einem Moment, wo wir alle wissen, wenn er ihn reinschießt, gewinnen wir und wenn nicht, gehen wir mit hängenden Köpfen runter."

Es sieht ganz danach aus, als könnte der Super-Serbe im Rennen um die Champions-League-Plätze zum X-Faktor der Eintracht werden. Nach drei torlosen Bundesliga-Spielen folgten gegen Stuttgart (3:0) und auf Schalke wieder zwei wichtige Tore des Sturm-Juvels. Zuvor hatte der Angreifer, dessen Torquote ohnehin brillant ist, die Frankfurter mit seinem Sahne-Lupfer im Alleingang bei Inter Mailand ins Europa-League-Viertelfinale geschossen.

Jovic, auch wenn er laut Trainer Adi Hütter in Gelsenkirchen "nicht sein bestes Spiel im Dress von Eintracht Frankfurt" absolviert hatte, scheint genau im Saison-Endspurt richtig heiß zu laufen. Das könnte auch daran liegen, dass sich der 21-Jährige am Donnerstag im Spiel bei seinem Ex-Klub Benfica Lissabon in bester Verfassung präsentieren möchte.

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