3:0! Paciencia und Joker Haller treffen bei Eintracht-Sieg in Düsseldorf

Düsseldorf - Voll im Flow! Eintracht Frankfurt hat das Auswärtsspiel bei Fortuna Düsseldorf am Montagabend mit 3:0 (0:0) gewonnen und den Rückstand auf einen Champions-League-Platz auf drei Punkte verkürzt.

Almamy Toure (li.) spitzelt den Ball an Düsseldorfs Dawid Kownacki vorbei.
Almamy Toure (li.) spitzelt den Ball an Düsseldorfs Dawid Kownacki vorbei.  © DPA

Vor 41.419 Zuschauern in der nicht ausverkauften Merkur Spiel-Arena trafen Goncalo Paciencia (48.) und Sebastien Haller (90.+1/90.+3) für die Gäste.

Frankfurts Chefcoach Adi Hütter hatte vor der Partie Rotation angekündigt - und genau so kam es: Ingesamt drei frische Spieler, die beim torlosen Remis gegen Inter Mailand nicht von Beginn an mitgewirkt hatten, standen in der Startelf.

Für Evan N'Dicka, Mijat Gacinovic und Sebastien Haller rückten Almamy Touré, Jonathan de Guzman und erstmals in dieser Saison Paciencia in die Anfangsformation. Makoto Hasebe lief trotz Nasenbeinbruch erst kurz mit und dann ohne Maske auf, Ante Rebic stand wegen seiner Knieverletzung erneut nicht im Kader.

Aufgrund eines Protestes gegen Montagsspiele blieb der Auswärtsblock in der ersten Halbzeit leer. Ohne die Unterstützung ihrer Anhänger brauchten die Frankfurter einige Minuten, um in die Partie zu kommen.

Luka Jovic kam nach einer Flanke von Filip Kostic mit dem Kopf an den Ball, doch dem Serben fehlte in der Luft die nötige Körperspannung (6.). Die Fortuna kam in der Anfangsphase immer wieder mit schnellen Gegenstößen vor das Frankfurter Gehäuse, doch bei den Hausherren mangelte es an letzter Konsequenz.

Startelf-Debütant Goncalo Paciencia (li.) schafft sich gegen Niko Gießelmann Platz.
Startelf-Debütant Goncalo Paciencia (li.) schafft sich gegen Niko Gießelmann Platz.  © DPA

In der 25. Minute war es wieder Jovic, der es diesmal aus rund 22 Metern versuchte. Das Pfund des Youngsters verfehlte das Tor nur knapp.

Auf der Gegenseite hämmerte Matthias Zimmermann das Leder fast von der Grundlinie an den Außenpfosten - Kevin Trapp war die Überraschung beim Abschluss des Rechtsverteidigers ins Gesicht geschrieben (33.).

Kurz vor der Pause setzte Kostic nach einer von Düsseldorf geklärten Ecke zum Dribbling an, umkurvte seine Gegenspieler auf der rechten Außenbahn und schloss mit links ab, aber das Leder ging am zweiten Pfosten vorbei (43.).

Eine Minute später scheiterte Jovic mit seinem ingesamt vierten Abschluss am stark herausschnellenden Fortuna-Keeper Michael Rensing.

Nach einer temporeichen Halbzeit ohne Tore schickte Referee Robert Hartmann die Teams zum Krafttanken in die Kabine. Zu Beginn des zweiten Spielabschnitts betraten die Frankfurter Fans begleitet von einem lauten Kanonenschlag und Pyrofackeln den Block.

Der Frankfurter Jubel nach der Führung kurz nach Wiederanpfiff.
Der Frankfurter Jubel nach der Führung kurz nach Wiederanpfiff.  © DPA

Mit dem Support der Fans im Rücken schaltete Frankfurt direkt einen Gang hoch: Gelson Fernandes eroberte auf rechts den Ball, leitete diesen auf De Guzman weiter. Der Niederländer löffelte das Leder in Richtung zweiter Pfosten, wo wie schon gegen die TSG Hoffenheim Paciencia lauerte und den Ball zur Führung einnickte (49.).

Kevin Trapp verhinderte nur vier Minuten später den Ausgleich, als er nach einem kapitalen Fehlpass von Makoto Hasebe gegen Düsseldorf-Stürmer Benito Raman parierte (53.).

Im Anschluss gab es im Frankfurter Sechzehner eine strittige Szene: Martin Hinteregger hatte sich mit dem angelegten aktiv in Richtung Ball bewegt. Hartmann pfiff Elfmeter, doch der Videoassistent schaltete sich ein. Die Konsequenz: Kein Strafstoß (61.).

Frankfurt war in der Folge klar spielbestimmend: Hinteregger setzte Jovic mit einem Sahne-Pass in Szene, doch Michael Rensing verhinderte mit einer Glanztat den Einschlag (67). Eintracht-Keeper Trapp tat seinem Gegenüber in der 76. Minute gleich: Er machte sich gegen den freistehenden Rouwen Hennings breit und hielt die Null fest.

In der Nachspielzeit tanzte der eingewechselte Sebastien Haller nach Assist von Paciencia Rensing aus und schob locker ein (90.+1). Der Franzose legte zwei Minuten später nach: Kostic flankte nach einem Tempolauf über links flach auf den zweiten Pfosten, wo Haller goldrichtig stand und seinen Doppelpack schnürte (90.+3). So setzte sich die Eintracht am Ende mit 3:0 bei der Fortuna durch und verkürzte den Abstand auf einen Champions-League-Platz auf nur noch drei Punkte.

Bereits in drei Tagen (14.3., 21 Uhr) reist der Eintracht-Tross begleitet von rund 13.500 Anhängern nach Italien, um im alt ehrwürdigen San Siro bei Inter Mailand zu bestehen und in das Viertelfinale der Europa League einzuziehen.

Im ersten Durchgang blieb der Frankfurter Block leer.
Im ersten Durchgang blieb der Frankfurter Block leer.  © DPA

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