Trapp hält Elfer, Hütter fliegt: Eintracht und Inter trennen sich torlos!

Frankfurt am Main - Schwache erste, starke zweite Hälfte und am Ende Remis! Eintracht Frankfurt ist im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League nicht über ein Unentschieden gegen Inter Mailand hinausgekommen. Die Partie endete 0:0 (0:0).

Makoto Hasebe (li.) kommt zu spät ins Kopfballduell mit Lautaro Martinez.
Makoto Hasebe (li.) kommt zu spät ins Kopfballduell mit Lautaro Martinez.  © DPA

In der mit 48.000 Zuschauern restlos ausverkauften Commerzbank Arena fielen am Donnerstagabend keine Treffer.

Im Vergleich zum spektakulären Last-Minute- Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim (TAG24 berichtete), krempelte Adi Hütter seine Startformation auf zwei Positionen um: Für den angeschlagenen Ante Rebic, der sich gegen die Kraichgauer das Knie verdreht hatte und somit für das bisherige Saison-Highlight ausfiel, stürmte Luka Jovic.

Zudem ersetzte Abräumer Gelson Fernandes nach überstandenen Oberschenkelproblemen Almamy Touré.

Nach dem Fan-Krach und der abgeblasenen Choreo gegen Donezk zelebrierten die Eintracht-Fans schon vor dem Anpfiff eine gigantische Party auf den Rängen: Beim Einlaufen der Teams wandelte sich das gesamte Stadion in ein schwarz-weiß-rotes Fahnenmeer, über die Nordwestkurve erstreckte sich ein riesiges Banner anlässlich des 120. Geburtstages des Klubs. Dazu sangen die Anhänger aus voller Kehle - Gänsehaut pur!

Als Referee William Collum aus Schottland um kurz vor sieben in seine Pfeife geblasen hatte, durfte endlich gekickt werden. Die Anfangsphase gehörte klar den Italienern, Frankfurt wirkte auf den ersten Metern fast schon ungewohnt nervös.

Kevin Trapp (links) wird von seinen Vordermännern für den gehaltenen Elfmeter gefeiert.
Kevin Trapp (links) wird von seinen Vordermännern für den gehaltenen Elfmeter gefeiert.  © DPA

Schon in der siebten Minute blieb Makoto Hasebe verletzt auf dem Rasen liegen, der robuste Japaner konnte aber weitermachen.

Das erste Frankfurter Lebenszeichen folgte nach 14 Minuten: Luka Jovic fasste sich nach kurzem Dribbling aus gut 20 Metern ein Herz, schoss aber knapp am rechten Pfosten vorbei.

Auf der Gegenseite zeigte Collum dann auf den Punkt, nachdem Gelson Fernandes Gäste-Stürmer Lautaro Martinez zu Fall gebracht hatte (21.).

Es folgte der Auftritt von Kevin Trapp: Marcelo Brozovic übernahm die Verantwortung bei den Gästen, entschied sich für die untere rechte Ecke - doch Trapp reagierte pfeilschnell und wehrte das Leder ab.

Trotz des Pushs durch den gehaltenen Elfmeter schlichen sich hin und wieder eklatante Fehlpässe ins Aufbauspiel der Hausherren ein, Inter konnte jedoch keinen Profit daraus schlagen.

Große Tormöglichkeiten blieben auf beiden Seiten Mangelware. Die gefährlicheren Akzente im Offensivspiel setzten weiterhin die Nerazurri. Nach einer Minute Zuschlag ging es ohne Tore und viel Eintracht-Dusel in die Kabinen.

Der helle Wahnsinn: Die Eintracht-Fans sorgten mit einer gigantischen Choreographie für Gänsehaut.
Der helle Wahnsinn: Die Eintracht-Fans sorgten mit einer gigantischen Choreographie für Gänsehaut.  © DPA

Mit einem ersten Hallo-Wach eröffneten die Frankfurter den zweiten Durchgang: Nach einer Ecke von Filip Kostic kam Martin Hinteregger per Kopf zum Abschluss - der Ball landete in den Fängen von Keeper Samir Handanovic (48.).

Die SGE kämpfte sich, lautstark angepeitscht von den frenetischen Zuschauern, mehr und mehr ins Spiel. In der 54. Minute wurde Hütter von Collum auf die Tribüne geschickt: Nach einem vermeintlichen Foul im Sechzehner an Sebastién Haller hatte der Coach vehement an der Seitenlinie protestiert.

Die Eintracht drückte nun aufs Tempo: Jovic (55.) und da Costa (61.) bekamen nicht genug Druck hinter die Kugel. Beide hatten es nach Standards mit Köpfchen versucht.

Hinteregger, der sich mit zunehmender Spieldauer vermehrt ins Offensivspiel einschaltete, zog aus der zweiten Reihe ab und fand seinen Meister in Handanovic (70.). Der Angriff von Inter hingegen war nach einer starken ersten Halbzeit komplett abgemeldet.

Kurz vor Schluss konnte auch Jovic Handanovic nicht überwinden (86.). Aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit und einer enormen Leistungssteigerung im zweiten Spielabschnitt wäre für die SGE in einer rassigen Partie gegen Inter durchaus mehr drin gewesen.

Auf die Hessen wartet bereits die nächste Englische Woche: Nach dem Montagsspiel bei Fortuna Düsseldorf (11. März, 20.30 Uhr), geht es für die Eintracht nur drei Tage später in Mailand ums Ganze (14. März, 21 Uhr).

Mehr zum Thema Eintracht Frankfurt:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0