Polizei stuft Eintracht gegen Inter als "Risikospiel" ein

Frankfurt am Main - Die Fans von Eintracht Frankfurt stehen beim Europa-League-Schlager gegen Inter Mailand unter besonderer Beobachtung.

Während des Heimspiels gegen Lazio Rom hatten die Eintracht-Anhänger Pyrotechnik gezündet.
Während des Heimspiels gegen Lazio Rom hatten die Eintracht-Anhänger Pyrotechnik gezündet.  © DPA

Die Polizei hat die Achtelfinal-Hinpartie am Donnerstag (18.55 Uhr) als "Risiko-Spiel" eingestuft. Nach Angaben des Bundesligisten werden 2600 Anhänger aus Italien erwartet.

Die Eintracht spielt auf Bewährung und kann sich kein weiteres Fehlverhalten ihrer Fans erlauben. Im Hintergrund schwelt zudem weiter der Streit mit Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU).

"Wir werden wieder situativ entscheiden", sagte eine Polizeisprecherin zur Strategie bei den Sicherheitsmaßnahmen. Die Eintracht war nach der wiederholten Randale ihrer Fans im Januar von der Europäischen Fußball-Union mit einem Zuschauer-Ausschluss auf Bewährung und einer Geldbuße von 80.000 Euro bestraft worden.

Die Dauer der Bewährung ist auf zwei Jahre festgelegt. Kommt es in dieser Zeit erneut zu Vorfällen, dürfen die Eintracht-Anhänger nicht zum nächsten Auswärtsspiel fahren.

Während des letzten Gruppenspiels am 13. Dezember in Rom (2:1) hatten Eintracht-Fans Böller, Bengalos und Raketen auf Lazio-Fans, Polizisten und Ordner geworfen.

Zum Rückspiel nach Mailand wollen 13.500 Eintracht-Anhänger fahren. Die Eintracht hat nach eigenen Angaben keine Bedenken, dass dort etwas passiert. "Mailand ist ein ganz anderes Thema, als es Rom gewesen ist", sagte Pressesprecher Jan Strasheim.

Mit Argusaugen schaut auch die Politik auf das Hinspiel. Vor dem Duell gegen den ukrainischen Meister Schachtjor Donezk am 21. Februar hatte die Polizei Stadionbereiche nach Pyrotechnik abgesucht.

Dazu lag ein gerichtlicher Durchsuchungsbeschluss vor. Später entfernten die Beamten ein Banner, das gegen Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) gerichtet war. Begründet hatte die Polizei die Aktion auch mit Äußerungen von Eintracht-Präsident Peter Fischer, die sie als Aufforderung zum Einsatz von Pyrotechnik verstanden haben will.

Die Eintracht hat juristische Schritte gegen den Polizeieinsatz eingelegt, das Ganze hatte auch ein parlamentarisches Nachspiel.

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