"Balsam auf die Wunden": Klappt das mit der SGE und Hütter doch?

Freiburg - Viel Kritik war nach dem verkorksten Saisonauftakt noch vor dem ersten Bundesliga-Spiel über Eintracht Frankfurt und vor allem Neu-Trainer Adi Hütter (48) hereingebrochen. Doch der abgeklärte 2:0 (1:0)-Sieg beim SC Freiburg am Samstag (TAG24 berichtete) hat die Enttäuschungen der letzten Wochen zumindest halbwegs wettgemacht.

Der Sieg in Freiburg war für Adi Hütter und seine Eintracht wahrer Balsam für die Wunden der letzten Wochen.
Der Sieg in Freiburg war für Adi Hütter und seine Eintracht wahrer Balsam für die Wunden der letzten Wochen.  © DPA

Nach den Enttäuschungen im Supercup und dem DFB-Pokal war der Erfolg am ersten Spieltag der Fußball-Bundesliga doppelt wichtig für Eintracht-Coach Hütter. "Diese drei Punkte nach der letzten Kritik, die berechtigt war, sind Balsam auf die Wunden", sagte er. "Als Österreicher das erste Spiel in der Bundesliga zu gewinnen, ist auch Genugtuung."

Von fußballerischer Feinkost war der Erfolg der Eintracht jedoch noch weit entfernt, wie auch der Österreicher nach dem Spiel offen zugab: "Es war ein Arbeitssieg, der aber aufgrund der Leidenschaft der Mannschaft und der schönen Tore nicht unverdient war". Eine deutliche Leistungssteigerung ist von Seiten der Adlerträger aber durchaus zu erwarten, fehlten im Schwarzwald-Stadion doch immerhin Leistungsträger wie Kapitän David Abraham, WM-Held Ante Rebic, Makoto Hasebe oder der langzeitverletzte Timothy Chandler.

"Auch wenn Schlüsselspieler fehlen, muss man es schaffen, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen, die fightet. Das hat sie auch bis zum Schluss getan", lobte Hütter die eingesetzten Spieler, allen voran natürlich auch die beiden Matchwinner Sebastien Haller (eine Vorlage sowie ein Tor) und Nicolai Müller, der bei seinem Debüt für seinen Jugendverein gleich zu überzeugen wusste.

Vor dem Heimspiel gegen den SV Werder Bremen (Samstag, 1. September/15.30 Uhr) verschafft der Dreier den Frankfurtern die Gelassenheit, die nach dem peinlichen 1:2 im DFB-Pokal gegen Regionalligist SSV Ulm 1846 (TAG24 berichtete) und dem 0:5 im Supercup gegen den FC Bayern (TAG24 berichtete) verschwunden war.

"Dieser Sieg gibt uns ein bisschen Ruhe. Wir müssen das nutzen, um hart zu arbeiten", forderte Frankfurts Mittelfeldspieler Gelson Fernandes, der die Eintracht gegen seinen Ex-Verein erstmals als Kapitän auf den Platz führte.

Titelfoto: DPA


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