Erste Heimpleite! Wiedwald-Bock bringt Eintracht Frankfurt auf die Verliererstraße

Frankfurt am Main - In der Commerzbank-Arena setzte es für Eintracht Frankfurt gegen den VfL Wolfsburg die erste Heimniederlage der Bundesliga-Saison. Gegen die Wölfe unterlag das Team von Chefcoach Adi Hütter mit 0:2 (0:1). Die Treffer für die Niedersachsen erzielten Wout Weghorst (19. Spielminute) und Joao Victor (65.).

Keine Chance für Felix Wiedwand beim 0:1: Wout Weghorst hatte den Schuss von Maxi Arnold unhaltbar abgefälscht.
Keine Chance für Felix Wiedwand beim 0:1: Wout Weghorst hatte den Schuss von Maxi Arnold unhaltbar abgefälscht.  © dpa/Uwe Anspach

Gegenüber der 0:1-Niederlage beim SC Freiburg änderte der SGE-Trainer seine Startelf auf vier Positionen. Für Daichi Kamada sowie die gesperrten Gelson Fernandes und David Abraham begannen Mijat Gacinovic, Sebastian Rode und Makoto Hasebe. Felix Wiedwald ersetzte Frederik Rönnow im Tor, der wegen eines Infekts kurzfristig passen musste.

Der VfL, immerhin das defensivstärkste Team der Liga, begann sehr tief stehend. Die Eintracht hatte mehr Ballbesitz und kam früh zu Chancen. Kostic verzog aus spitzem Winkel knapp (4.). Seinen Freistoß nutze Goncalo Paciencia zu einem Flugkopfball, den der wiedergenesene Koen Casteels glänzend parierte (9.).

Auf der Gegenseite tauchte William nach einem Pass von Josuha Guilavogui frei vor Wiedwald auf. Der machte sich ganz breit und hielt (10.).

Dann doch das 0:1 für die Gäste: Maxi Arnold hielt mittig aus 18 Metern einfach mal drauf. Dem Aufsetzer gab Wout Weghorst am Strafstoß-Punkt mit dem Kopf die entscheidende Richtungs-Änderung (19.). Dabei sahen Hinteregger und Hasebe nicht gut aus, hatten die beiden den Wolfsburger Sturmtank doch in Doppeldeckung genommen.

Nach roter Karte für Wolfsburg bläst die SGE zur Aufholjagd

Schiedsrichter Daniel Siebert zeigt Wolfsburgs Marcel Tisserand die gelbe Karte, kurz danach sah der Verteidiger gelb-rot.
Schiedsrichter Daniel Siebert zeigt Wolfsburgs Marcel Tisserand die gelbe Karte, kurz danach sah der Verteidiger gelb-rot.  © dpa/Uwe Anspach

Fortan stand die Eintracht noch höher. Aber der VfL-Abwehrriegel mit Fünferkette hielt zunächst. Auch weil es den Frankfurtern nicht gelang, Dost und Paciencia über die Außen mit Bällen zu versorgen.

Die sehr robuste Spielweise der Niedersachsen hatte dann aber in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit Folgen, als Marcel Tisserand sich innerhalb weniger Minuten zwei gelbe Karten abholte (39., 45.+1) und vom Platz flog.

Mit einem Mann mehr auf dem Platz und dem Offensiv-Wechsel Daichi Kamda für Rode blies die SGE in der zweiten Halbzeit zur Aufholjagd.

Die Frankfurter legten druckvoll los und kam endlich mehr über die Außenpositionen, vor allem über den nun immer stärker werdenden Kostic.

Der bediente in der 50. Minute Dost am Wolfsburger Fünfmeter-Raum mustergültig. Doch der Niederländer stand beim vermeintlichen Ausgleichstreffer im Abseits. Auf der anderen Seite hielt Wiedwald bei einem Kopfball von Jeffrey Bruma aus kurzer Distanz das 0:1 fest.

In der 61. Minute die bislang größte Chance der Eintracht: Paciencia setzte sich auf der rechten Strafraum-Seite des VfL unwiderstehlich durch. Seine scharfe Hereingabe verpasste Dost aber knapp.

Dummer Gegentreffer in Drang-Phase von Eintracht Frankfurt

Kein Durchkommen für die Eintracht-Offensive: Mijat Gacinovic (r.) im Zweikampf mit Maxi Arnold.
Kein Durchkommen für die Eintracht-Offensive: Mijat Gacinovic (r.) im Zweikampf mit Maxi Arnold.

Adi Hütter brachte Danny da Costa für Evan N'Dicka. Dafür rückte Durm in die Innenverteidigung (61.).

Tatsächlich lief das Spiel der Eintracht nun auch gefährlicher über rechts. Es schien nur eine Frage der Zeit, bis der Ausgleichstreffer fällt.

Aber dann das: Eine Rückgabe von Hinteregger auf Wiedwald traf der Keeper nicht richtig. Der Ball trudelte zu Joao Victor, der unbedrängt über Wiedwald hinweg ins Tor zum 0:2 lupfte (65.).

Ein dicker Bock des 29-Jährigen, der nach zweieinhalb Jahren wieder einmal Bundesliga-Luft schnupperte.

Die Eintracht warf nun alles nach vorne und erspielte sich Ecke um Ecke. Außer einer Großchance durch Erik Durm, die Casteels toll entschärfte (86.), kamen die Hessen aber nicht mehr gefährlich vor das Tor der Niedersachsen.

Fazit: Einmal mehr fehlten der Eintracht in der Offensive gegen allerdings stark verteidigende die zündenden Ideen. Unglücklich, dass ausgerechnet in der stärksten Phase der SGE ein Fehler von Felix Wiedwald für das spielentscheidende 0:2 sorgte.

Titelfoto: dpa/Uwe Anspach

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