Spiel aus der Hand gegeben: Frankfurt zittert sich gegen Guimaraes in K.-o.-Phase

Frankfurt am Main - In der Commerzbank-Arena verlor Eintracht Frankfurt gegen Vitoria Guimaraes am Donnerstagabend mit 2:3 (2:1). Für die Portugiesen trafen Rochinha, Al Musrati und Marcus Edwards, Danny da Costa und Daichi Kamada erzielte die Tore für die SGE. Da im anderen Gruppenspiel Standard Lüttich und der FC Arsenal 2:2 spielten, sind die Hessen trotzdem in der K.o.-Phase der Europa League mit von der Partie.

Rochinha (2.v.r.) erzielt das 0:1. Eintracht-Kapitän David Abraham (r.) protestiert, da Sebastian Rode vorher gefpult wurde.
Rochinha (2.v.r.) erzielt das 0:1. Eintracht-Kapitän David Abraham (r.) protestiert, da Sebastian Rode vorher gefpult wurde.  © dpa/Uwe Anspach

Gegenüber dem 2:2 gegen Hertha BSC gab es zwei Veränderungen in der Startelf. Trainer Adi Hütter brachte Sebastian Rode für Gelson Fernandes und den in der Bundesliga gesperrten Kapitän David Abraham für Almamy Touré.

Die Eintracht nahm von Beginn an das Zepter in die Hand, angetrieben von Martin Hinteregger und David Abraham. Doch dann die kalte Dusche für die Frankfurter.

Nach einem klaren Foul an Rode, der mit Schmerzen liegen blieb, kamen die Portugiesen in der eigenen Hälfte in Ballbesitz. Den sauber ausgespielten Konter vollendete Rochinha halbrechts aus 13 Metern unhaltbar für Frederik Rönnow zum 0:1 ins lange Eck.

Ein Video-Assistent hätte das Tor sicherlich annulliert, doch der litauische Schiedsrichter Gediminas Mazeika gab den Treffer (8.).

Kurz darauf hätte Guimaraes beinahe mit dem nächsten Konter auf 0:2 erhöht, doch Djibril Sow konnte gerade noch rechtzeitig klären (10.).

In der Folge hatte die Eintracht zwar mehr vom Spiel. Allerdings wirkten die Angriffs-Bemühungen der Frankfurter zerfahren, sodass Vitoria in der Defensive zunächst wenig Probleme hatte und die Portugiesen ihrerseits immer wieder mit schnellem Umschalt-Spiel den Weg nach vorne suchten.

Erst ein Geschenk, dann Kamada: Frankfurt dreht das Spiel

Nach seinem Doppelpack gegen den FC Arsenal trifft Daichi Kamda auch gegen Vitora Guimaraes.
Nach seinem Doppelpack gegen den FC Arsenal trifft Daichi Kamda auch gegen Vitora Guimaraes.  © dpa/Uwe Anspach

Der Ausgleich fiel - natürlich - nach einer Standard-Situation. Zunächst köpfte Goncalo Paciencia eine perfekte Flanke von Filip Kostic aus kurzer Entfernung wuchtig aber etwas zu unplatziert auf den Kasten von Miguel Silva, der klären konnte (30.).

Der folgende Eckstoß von Kamada gelangte zum am Strafraum-Rand lauernden Danny da Costa, der eigentlich mit einer Kopfball-Vorlage André Silva bedienen wollte.

Beim Versuch, vor seinem Namens-Vetter an den Ball zu gelangen, griff Vitoria-Keeper Miguel Silva aber am Fünfer ins Leere und der Ball landete zum 1:1 im Tor: Was für ein Bock (31.)!

Jetzt drehte die Eintracht auf. André Silva steckte schlau auf Kostic durch. In dessen flache Hereingabe von der Grundlinie musste der frei heran gelaufene Kamada nur noch den Fuß halten: 2:1 (38.)!

Kurz vor der Pause dann beinahe sogar das 3:1, als André Silva wiederum nach einer Ecke in unübersichtlicher Situation aus etwa sieben Metern zum Abschluss kam. Seinen nicht sonderlich hart geschossenen Ball konnte der portugiesische Keeper aber mit dem Fuß abwehren (45.).

Bis zum Schluss muss Eintracht Frankfurt zittern

Martin Hinteregger und die Abwehr der Eintracht hatten in der zweiten Halbzeit mehr zu tun, als erwartet
Martin Hinteregger und die Abwehr der Eintracht hatten in der zweiten Halbzeit mehr zu tun, als erwartet  © dpa/Uwe Anspach

Unverändert ging die SGE in Halbzeit zwei und stand nun etwas tiefer, was Guimaraes unnötigerweise besser ins Spiel brachte.

Das hätte sich in der 55. beinahe gerächt, als ein Gewaltschuss von Florent Hanin aus rund 30 Metern an die Latte krachte.

Nun hatten die technisch versierten Portugiesen mehr vom Spiel und die Abwehr der Eintracht geriet ein ums andere Mal ins Schwimmen.

Da im anderen Gruppenspiel Standard Lüttich gegen den FC Arsenal seit der 69. Minute mit 2:0 Toren führte, kam auf einmal Spannung auf. Noch ein Tor für die Belgier und ein Unentschieden hätten das unerwartete Aus für Frankfurt bedeutet,

Das 3:1 sollte her. Hütter brachte Mijat Gacinovic für den wieder nicht sonderlich effektiven Silva (73.). Aber es war Guimaraes, das den Druck erhöhte.

Das zahlte sich aus. Nach einem Eckball für Vitoria kam Al Musrati im Sechzehner frei zum Schuss und Paciencia fälschte den Ball unhaltbar zum 2:2 ab (85.).

Es sollte noch schlimmer kommen. Ein Abschluss von Marcus Edwards aus 18 Metern wurde dieses Mal vom eingewechselten Gelson Fernandes abgefälscht und schlug am erneut chancenlosen Rönnow zum 2:3 im Tor ein (87.). War es das?

Nein, denn zum Glück für Eintracht Frankfurt hatte der FC Arsenal in Lüttich mit einem Doppelschlag zum 2:2 ausgeglichen und das Weiterkommen der Hessen gesichert.

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