Eintracht-Machtdemonstration! SGE zerlegt dank Kostic und Chandler den FC Augsburg

Frankfurt am Main - Nach dem Erreichen des Viertelfinales im DFB-Pokal zeigte Eintracht Frankfurt mit einem klaren 5:0 (1:0) gegen den FC Augsburg vor rund 48.000 Zuschauern in der Commerzbank-Arena, dass sie auch gegen die vermeintlich Kleinen der Liga bestehen können.

Der Ex-Augsburger im Eintracht-Dress, Martin Hinteregger (r.), im Duell mit FCA-Top-Scorer Florian Niederlechner.
Der Ex-Augsburger im Eintracht-Dress, Martin Hinteregger (r.), im Duell mit FCA-Top-Scorer Florian Niederlechner.  © dpa/Thomas Frey

Das 1:0 im Freitagsspiel der Fußball-Bundesliga erzielte der immer mehr zum Goalgetter avancierende Timothy Chandler (37.). Kurz nach dem Seitenwechsel legte er sogar zum 2:0 nach (48.). Das 3:0 erzielte André Silva (56.). Das 4:0 und den 5:0-Endstand markierte Filip Kostic (89. und 90.).

Im Gegensatz zum 3:1-Pokalerfolg gegen RB Leipzig (TAG24 berichtete) stellte Frankfurts Fußballlehrer Adi Hütter seine Anfangsformation auf drei Positionen um: Makoto Hasebe, Djibril Sow und Sebastian Rode machten Platz für Dominik Kohr und Chandler. Darüber hinaus gab Neuzugang Stefan Ilsanker sein Startelf-Debüt.

Nach einer gemächlichen Phase des Abtastens gehörte die erste halbwegs gefährliche Situation den Gästen aus Augsburg. Florian Niederlechner spielte das Leder mit großer Übersicht in den Lauf von Ruben Vargas, der frei zum Abschluss kam, aber an SGE-Keeper Kevin Trapp scheiterte (9.).

Auch im weiteren Verlauf präsentierte sich der FCA als der erwartet unangenehme Gegner, der Eintracht gelang nach vorne nur wenig, eine klare Torchance gab es für die Adlerträger nach der Hälfte der ersten Halbzeit noch nicht zu bewundern.

Bitter wurde es für die Mannen vom Stadtwald in Spielminute 30: Für Kapitän David Abraham ging es aufgrund von Leistenproblemen nicht mehr weiter. Routinier Hasebe nahm seinen Platz ein. Der Eintracht gelang es mit fortlaufender Zeit, sich zumindest im Hinblick auf die Spielanteile ein leichtes Plus zu erarbeiten. Die erste dicke Chance folgte auf dem Fuß.

Halbzeit eins: FC Augsburg unangenehm, Eintracht Frankfurt über weite Strecken ideenlos

Timothy Chandler (M.) donnerte den Ball zum 1:0 für die Eintracht in die Maschen des Augsburger Kastens.
Timothy Chandler (M.) donnerte den Ball zum 1:0 für die Eintracht in die Maschen des Augsburger Kastens.  © dpa/Thomas Frey

Auf der linken Seite schnappte sich Evan N'dicka kurz vor dem Strafraum die Kugel und flankte butterzart und platziert auf die Stirnplatte von Chandler.

Doch der Kopfball des formstarken Ur-Frankfurters wurde von Augsburgs Keeper Tomas Koubek mit einer Pranke in allerhöchster Not entschärft - die bislang beste Chance der Partie (32.). Kurz darauf hieß der Sieger aber Chandler.

Kohr schickte seinen Mannschaftskollegen mit einem schönen Pass in den Lauf in Richtung Strafraum, der sich nicht lange bitten ließ und das Spielgerät knapp unter die Querlatte in die Maschen drosch - 1:0 für die Hausherren (37.).

Fast im direkten Gegenzug zeigte Niederlechner, warum er aktuell so wichtig für sein Team ist: Zunächst spielte er Katz und Maus mit Ilsanker und Hasebe und hätte Trapp mit seinem Abschluss beinahe überwunden. Doch der Ball ging denkbar knapp am Kasten vorbei (40.).

Wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff dann fast der Ausgleich. Nach einer Ecke bekam Alfred Finnbogason den Ball im Fünfmeterraum vor die Füße und zog einfach mal ab - Trapp verhinderte den Treffer mit einer klasse Fußabwehr (45.+1). Kurz darauf schickte Schiedsrichter Manuel Gräfe die Mannschaften zum Pausentee.

Halbzeit zwei: Timothy Chandler mit dem Doppelpack, FC Augsburg geht baden

Chandler (Mi.) zum Zweiten: Der gebürtige Frankfurter erzielte den Treffer zum 2:0.
Chandler (Mi.) zum Zweiten: Der gebürtige Frankfurter erzielte den Treffer zum 2:0.  © dpa/Thomas Frey

Der zweite Durchgang begann mit einem Paukenschlag: Erst brachte Kohr FCA-Schlussmann Koubek mit einem Distanzschuss in die Bredouille, die anschließende Ecke nickte Chandler im Stile eines Klasse-Stürmers ein - 2:0, der bereits vierte Treffer des gebürtigen Frankfurters im Jahr 2020 (48.).

Für die Vorentscheidung sorgte der vielgescholtene Silva, der bedient von Kostic völlig frei zum Kopfball kam - mit einer seiner leichteren Übungen netzte er zum 3:0 ein (56.). Von hier an nahmen die Gastgeber das Heft des Handelns vollends in die Hand, zeigten sich auch weiterhin torhungrig.

Der offensichtlich mit Magenproblemen in die zweite Halbzeit gestartete Mijat Gacinovic hatte in der 67. Minute dann vorzeitig Feierabend. Rode kam für ihn auf den Platz. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff Silva dann mit der großen Chance zum 4:0. Doch der Portugiese setzte die Vorlage von Kostic mit einem Volley-Aufsetzer knapp über die Latte (75.). Wenige Minuten vor dem Ende ersetzte Goncalo Paciencia den 3:0-Torschützen Silva (84.).

Einer hatte aber noch so richtig Bock: Nach einer Flanke von Almamy Touré, die durch den gesamten Strafraum segelte, netzte Kostic zum 4:0 ein. Direkt nach dem erneuten Anstoß nutzte er einen dicken Patzer in der Augsburger Defensive, um das 5:0 nachzulegen. So blieb es beim völlig verdienten 5:0 (1:0) für die Hessen. Damit bleibt die SGE im Jahr 2020 weiterhin ungeschlagen.

Auf die Eintracht wartet in der Bundesliga direkt wieder ein Freitagsspiel - und das hat es in sich! Am 14. Februar (20.30 Uhr) bekommen die Hessen es im Signal Iduna Park mit Borussia Dortmund zu tun.

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