So will der Opel-Chef die Deutschen Werke retten

Seit 1999 erwirtschaftet der Konzern keine Gewinne mehr. (Symbolbild)
Seit 1999 erwirtschaftet der Konzern keine Gewinne mehr. (Symbolbild)  © DPA

Rüsselsheim/Eisenach - Beim Umbau des kriselnden Autobauers Opel steht inzwischen jeder einzelne Standort auf dem Kostenprüfstand.

"Wir müssen unsere Arbeitskosten senken und wir wollen das sozial verträglich lösen. Wir müssen für jeden Standort individuelle Lösungen finden", beschreibt Opel-Chef Michael Lohscheller die Lage hundert Tage nach Vorstellung des Sanierungsplans "Pace" unter der Regie des französischen PSA-Konzerns. Unter dem vorherigen Eigentümer General Motors (GM) hatte Opel seit 1999 keine Gewinne mehr erzielt. Das Opel-Werk in Eisenach gehört mit rund 1800 Beschäftigten zu den größten Industrie-Arbeitgebern in Thüringen.

Lohscheller zeigte sich optimistisch, die Verhandlungen mit der IG Metall zu einem guten Ergebnis führen zu können. Er verwies auf den spanischen Standort Saragossa, wo eine deutliche Mehrheit der Arbeitnehmer finanzielle Einschnitte akzeptiert hat. Auf einer verbesserten Kostenbasis soll dort nun exklusiv die Neuauflage des Modells Corsa einschließlich einer Elektro-Version vom Band laufen.

"Wir versuchen jetzt, Werk für Werk, Standort für Standort, die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen, so dass wir dann entsprechend investieren können", sagte Lohscheller.


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