Egal, ob DEL oder DEL2: Schiri-Entscheidungen sorgen für Zündstoff

Dresden - Die Fans sind stinksauer und pfeifen. Die Spieler sind wie am Sonntag Eislöwen-Kapitän Thomas Pielmeier mitunter ratlos. Die Trainer sagen lieber gar nichts! Denn Kritik an den Schiris ist öffentlich verboten. Da sind sich DEL und DEL2 einig. Wer meckert bezahlt, konstruktive Problemlösung Fehlanzeige. Seit Jahren das gleiche Problem und besser wird's nicht - im Gegenteil.

Die Eislöwen-Spieler Steve Hanusch (l.) und Chris Billich (M.) hatten die eine oder andere Frage an Schiri Carsten Lenhart.
Die Eislöwen-Spieler Steve Hanusch (l.) und Chris Billich (M.) hatten die eine oder andere Frage an Schiri Carsten Lenhart.  © Lutz Hentschel

Während die DEL2 und die DEL sich immer wieder mit Meldungen "Zuschauer-Boom" und "So viele Tore wie noch nie" feiert, wird das Schiri-Problem seit Jahren nicht gelöst.

Dabei geht's nicht darum, die Referees öffentlich an den Pranger zu stellen, sondern besser auszubilden und durch konstruktiven Austausch Probleme anzusprechen.

Nach dem 3:2-Sieg der Eislöwen im Duell mit Deggendorf fragte sich Pielmeier: "Warum haben die Schiris nicht mal den Videobeweis genutzt?" Hintergrund: In der 37. Minute hatte er aus seiner Sicht den Keeper der Gäste überwunden, klar zu sehen war das nicht.

Nur Referee Mischa Apel war überzeugt "kein Tor". Nicht die einzige zu hinterfragende Situation eines Vierer-Gespanns, dass nicht mal zur Kenntnis nahm, als ein Tor bei einer Box-Einlage verschoben wurde.

Kritik des Straubinger Maskottchens nach einer strittigen Schiri-Entscheidung wurde von der DEL mit einer Geldstrafe geahndet.
Kritik des Straubinger Maskottchens nach einer strittigen Schiri-Entscheidung wurde von der DEL mit einer Geldstrafe geahndet.  © Stefan Ritzinger

In der DEL musste Straubing jetzt sogar "wegen unsportlichen und ligaschädigenden Verhaltens" eine Geldstrafe in unbekannter Höhe zahlen. Was war passiert?

Am Rande des Heimspiels der Straubinger gegen die Adler Mannheim hatte Maskottchen "Tigo", gekleidet in schwarzer Mönchskutte, einen Sarg und einen Grabstein aus Pappe und Plastik auf dem Eis präsentiert. Entsprechend der Aufschriften trug das Maskottchen dabei den "fairen Sport", die "Transparenz" und "Glaubwürdigkeit" zu Grabe.

Auslöser war das Derby gegen Meister Red Bull München.

RB-Nationalstürmer Patrick Hager streckte Tigers-Verteidiger Fredrik Eriksson mit einem üblen Kniecheck nieder.

Der Schwede blieb Minuten auf dem Eis liegen und fällt seither mit einer Knieverletzung aus. Hager kassierte dafür eine Spieldauer-Strafe, doch der Disziplinarausschuss verzichtete im Nachgang auf eine weiterführende Sperre. Für Straubing ein Unding.

Der Schwede blieb Minuten auf dem Eis liegen und fällt seither mit einer Knieverletzung aus. Hager kassierte für eine Spieldauer-Strafe, doch der Disziplinarausschuss verzichtete im Nachgang auf eine weiterführende Sperre. Für Straubing ein Unding.

Vorm Deggendorfer Kasten ging's in der 32. Minute heiß her. DSC-Spieler Christoph Gawlik (l.) packte die Fäuste aus. Der Schiri stand daneben, ahndete es aber nicht.
Vorm Deggendorfer Kasten ging's in der 32. Minute heiß her. DSC-Spieler Christoph Gawlik (l.) packte die Fäuste aus. Der Schiri stand daneben, ahndete es aber nicht.  © Thomas Heide

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