Starkes Unterzahlspiel beim Eislöwensieg

Dresden - Ein lehrreiches Spiel konnten die Dresdner Eislöwen am Dienstagabend gegen Bad Nauheim mit 4:2 (1:0, 2:1, 1:1) für sich entscheiden.

In den letzten Minuten hatten die Dresdner vorm eigenen Tor alle Hände voll zu tun. Dennis Reimer (2.v.r.) machte es zwar nochmal spannend, aber am Ende stand der 4:2-Sieg.
In den letzten Minuten hatten die Dresdner vorm eigenen Tor alle Hände voll zu tun. Dennis Reimer (2.v.r.) machte es zwar nochmal spannend, aber am Ende stand der 4:2-Sieg.  © Thomas Heide

Martin Davidek (7.) brachte sie in Front. In einem umkämpften und emotional aufgeheiztem Spiel tobte in der 19. Minute erstmals die Halle. Nauheims Dennis Reimer hatte gegen Timo Walther das Knie ausgefahren. Die Schiris gaben zum Unmut Vieler nur zwei Minuten.

"Das passiert, er hat mich unglücklich am Oberschenkel getroffen. Es gibt Schiris, die bestrafen das härter, andere genauso", so Walther.

Stefan Della Rovere (21.) und Nick Huard (36.) machten die solide 3:0-Führung der Eislöwen klar. Radek Krestan (37.) konnte vor der zweiten Pause verkürzten.

Dabei hatten die Gäste mehrere Chancen und zwei Pfostentreffer, aber Eislöwen-Keeper Marco Eisenhut parierte überragend. Das Dresdner Unterzahlspiel war stark.

Die Frage war nur, wie lange hält dies gegen das beste Überzahl-Team?

Zumal die Löwen sich selbst schwächten. Niklas Postel (47.), weil er Eisenhut die verlorene Kelle zuschob. "Marco hat noch gesagt: 'Lass, lass.' Aber es war ein Reflex", erklärte Postel seine zwei Minuten. Walther (55.) kassierte zwei plus zwei, weil er sich so ärgerte, dass er wegen hohen Stocks vom Eis musste.

Den Vorteil nutzen die Nauheimer zum 3:2 - der Schütze Reimer. Steven Rupprich nahm die zwei in Schutz: "Das mit der Kelle kann jedem passieren. Bei Timo kann der Schiri auch mal den Arm unten lassen. Wir haben drei Punkte. Die Jungs müssen sich keine Gedanken machen." Das 4:2 schoss Georgijs Pujacs (60.).

Die Lausitzer Füchse verloren überraschend in Deggendorf 0:4 (0:2, 0:0, 0:2). Die Tore erzielten: René Röthke (4.), Aaron Reinig (15.) Alex Roach (41.) und Maximilian Gläßl (55.).

Eislöwen-Coach Bradley Gratton hatte diesmal kaum einen Grund unzufrieden zu sein.
Eislöwen-Coach Bradley Gratton hatte diesmal kaum einen Grund unzufrieden zu sein.  © Lutz Hentschel (Archivbild)

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