Derby-Drama vor voller Hütte: Füchse siegen bei den Eislöwen

Dresden - Puh, das war ärgerlich! Die Dresdner Eislöwen verloren ein packendes Derby gegen die Lausitzer Füchse mit 1:2 (0:0, 1:0, 0:1) nach Verlängerung.

4412 Zuschauern waren im ausverkauften Löwen-Käfig beim Derby dabei.
4412 Zuschauern waren im ausverkauften Löwen-Käfig beim Derby dabei.  © Eric Münch

Die Füchse begannen agil, hatten richtig Speed. Dagegen fanden die behäbig wirkenden Hausherren kein Rezept.

Die erste gefährliche Szene vorm Löwentor war in der 3. Minute. Thomas Reichel bediente Jake Ustorf, der verzog. Jeff Hayes (6.) drosch den Puck freistehend über die Latte. Puh!

Zu dem Zeitpunkt hatten die Füchse 3:5-Überzahl und Chancen satt. Die blau-gelben Anhänger feierten ihr Team lautstark. "Weißwasser, Weißwasser" schallte es durch das mit 4412 Zuschauern ausverkaufte Oval.

Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 11. Minute, ehe Georgijs Pujacs den ersten gefährlichen Schuss auf Max Franzreb abgab.

Die beste Dresdner Chance hatte Steve Hanusch (14.), als er vor den Füchse-Kasten sauste. Je länger die Partie dauerte, desto mehr hatten die Hausherren das Sagen.

Was auch daran lag, dass sie mehrfach in Überzahl waren. Nachdem Steven Rupprich (31.), Hanusch (33.) und Jordan Knackstedt (38.) Riesenchancen liegen ließen - Franzreb hielt überragend - hämmerte Jordan Heywood (39.) die mittlerweile verdiente Eislöwen-Führung herbei. "ESC, ESC"-Rufe feierten die Erlösung.

Hoch die Stöcke! Eislöwe Timo Walther (r.) und Jakub Kania im Zweikampf an der Bande.
Hoch die Stöcke! Eislöwe Timo Walther (r.) und Jakub Kania im Zweikampf an der Bande.  © Eric Münch

Im Schlussdrittel ging's richtig hoch her.

Die Weißwasseraner wollten unbedingt den Ausgleich, ungenaue Pässe, ein schwacher Abschluss und Marco Eisenhut im Löwen-Tor verhinderten dies - bis zur 44. Minute.

Hayes donnerte den Puck vors Tor, Clarke Breitkreuz hielt seine Kelle hin - 1:1. Auf den Rängen steppte der Bär.

"Die Welt ist Dynamo", "Schießt ein Tor für uns" - beide Kurven peitschten ihre Spieler nach vorn. Es ging hin und her.

Die Eislöwen hatte durch Hanusch (50.) die größte Möglichkeit, aber er verfehlte meilenweit den Füchse-Kasten. Den Gästen ging zwischenzeitlich der Sprit aus, aber auch Knackstedt traf nur die Schulter von Franzeb.

Die Füchse bekamen durch zwei Strafen gegen die Löwen nochmal die zweite Luft. Und in der Verlängerung nutzte Steve Saviano die Überzahl zur Entscheidung - 1:2.

Füchse-Keeper Maximilian Franzreb (56) braucht nicht einzugreifen - der Schuss von Jordan Knackstedt geht vorbei.
Füchse-Keeper Maximilian Franzreb (56) braucht nicht einzugreifen - der Schuss von Jordan Knackstedt geht vorbei.  © Eric Münch

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