"Knacki" fehlt: Wer holt für die Eislöwen die Kohlen aus dem Feuer?

Dresden - Wenn die Dresdner Eislöwen am Freitag in Frankfurt/Main auf Beutezug gehen, um den Zehnten Platz und damit die Pre-Play-off-Teilnahme perfekt zu machen, wird Jordan Knackstedt fehlen. Der Top-Stürmer ist gesperrt und musste zuletzt viel Kritik einstecken.

Petr Pohl (2. v. l.) zeigte zuletzt aufsteigende Form und könnte heute in Frankfurt wie hier im Heimspiel gegen die Löwen treffen.
Petr Pohl (2. v. l.) zeigte zuletzt aufsteigende Form und könnte heute in Frankfurt wie hier im Heimspiel gegen die Löwen treffen.  © Eric Münch

"Danke Knackstedt. Ein Bärendienst für die Mannschaft", "Wie kann man in so einem wichtigen Spiel, so einen Check fahren?" oder "Solche Söldner haben hier nix mehr zu suchen" war am Sonntagabend während der Partie in Ravensburg bei Facebook zu lesen.

Der Auslöser war ein Check des Kanadiers gegen David Zucker nach gut fünf gespielten Minuten. "Knacki" musste duschen, fehlt heute und die Eislöwen kassierten in der folgenden fünfminütigen Überzahl drei Tore.

Am Ende gewann die Dresdner trotzdem mit 5:4. Coach Rico Rossi nahm seinen besten Mann jetzt in Schutz: "Das war ein sauberer Check - nicht zum Kopf, nichts Schmutziges."

Die Fan-Kritik ist somit überzogen, auch wenn der Stürmer derzeit etwas kopflos agiert und zuletzt einige Fehler machte. Ein Pro-"Knacki"-Fan meinte zurecht: "An alle die schimpfen, denkt daran: Ohne ihn wären wir wahrscheinlich tief in der Play-down-Zone."

Exakt! Der 31-Jährige hat bisher die Scheibe zu 47 Toren aufgelegt, selbst 20 erzielt und im Dezember sowie Januar einen Riesenanteil an der Erfolgsgeschichte der Dresdner (Top-4-Team in den letzten 20 Spielen).

In Frankfurt müssen andere die Kohlen aus dem Feuer holen. "In Ravensburg hat dies auch geklappt", meinte Rossi, der ganz zuversichtlich die Reise in die Main-Metropole antritt. "Wenn wir unser Spiel durchziehen und unsere Fehler minimieren, können wir jeden schlagen."

Wie schnell die Fans vergessen. Nicht nur im Winterderby war Jordan Knackstedt der Matchwinner.
Wie schnell die Fans vergessen. Nicht nur im Winterderby war Jordan Knackstedt der Matchwinner.  © Lutz Hentschel

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