Mutig! Eislöwen geben jungem Torhüter eine Chance

Eisenhut ist jung, hat in Ingolstadt aber schon in der DEL gehalten.
Eisenhut ist jung, hat in Ingolstadt aber schon in der DEL gehalten.

Dresden - Das ist mutig! Die Dresdner Eislöwen setzen in der neuen Saison auf den erst 22-jährigen und noch recht unerfahrenen Torhüter Marco Eisenhut vom DEL-Club Ingolstadt.

Dass der Zweitligist künftig keinen Ausländer wie Kevin Nastiuk (Kanada) zwischen den Pfosten stehen haben wollte, war bekannt. Nastiuk wollte keinen deutschen Pass beantragen und muss nun bei den Dresdnern gehen. Dass die Wahl in der Frage seiner Nachfolge auf einen jungen Deutschen fiel, war fast folgerichtig.

„Wir haben uns entschieden, künftig im Tor auf eine perspektivische deutsche Lösung zu setzen. Marco ist ein talentierter, sehr ehrgeiziger Typ, der auf seine Chance gewartet hat und sie jetzt bei uns bekommt“, so Eislöwen-Geschäftsführer Volker Schnabel.

Dieser Schritt kann erfolgreich sein. Das zeigten zuletzt Markus Keller in Kassel und Max Franzreb in Weißwasser. Aber es birgt auch ein Risiko. Die Position der Nr.1 ist die Schlüsselstelle im Team. Ein Keeper kann das Spiel gewinnen oder verlieren. Eisenhut gilt als Talent, aber viel Spielpraxis hatte er zuletzt nicht.

In den vergangen drei Jahren kam er auf gerade mal 50 Einsätze in Oberliga, DEL2 und DEL zusammen. Künftig müsste er fast 60 Partien in der Saison halten. In der abgelaufenen Spielzeit setzte er in Ingolstadt aber ein kleines Achtungszeichen. Bei seinen zwölf Einsätzen hatte er eine Gegentor-Quote von 2,95.

Schnabel ist deshalb überzeugt: „In Dresden kann Marco seine persönliche Entwicklung mit entsprechender Spielpraxis fortsetzen.“ Gelernt hat Eisenhut bei einem Großen: „Ich hatte mit dem früheren NHL-Goalie Timo Pielmeier in Ingolstadt einen Teamkollegen, von dem ich unglaublich viel lernen konnte.“

Er weiß, dass jetzt viel Spielpraxis wichtig ist und deshalb fiel seine Wahl auf Dresden. „Ich habe schon bewiesen, dass ich auf DEL-Niveau spielen kann, aber ich möchte für mich den nächsten Schritt gehen und dazu benötige ich Einsätze. Ich bin überzeugt, dass die Verbindung passt“, so der Goalie.

Eisenhut (rechts) saß in Ingolstadt meist auf der Bank.
Eisenhut (rechts) saß in Ingolstadt meist auf der Bank.

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