Warum hat Dominik denn einen Kompass auf dem Arm?

Dominik Grafenthin ist es wichtig, dass seine Tattoos einen Sinn ergeben.
Dominik Grafenthin ist es wichtig, dass seine Tattoos einen Sinn ergeben.

Von Enrico Lucke

Dresden - Dominik Grafenthin ist zwar erst 20, doch der Stürmer versteckt sich nicht. Bei den Eislöwen sorgt der gebürtige Berliner nicht nur durch Tore für Aufsehen.

Bestimmt auch am Freitag wieder beim Duell mit Meister Bietigheim. Dort werden seine Hingucker jedoch nicht zu sehen sein - die Tattoos.

Grafenthins linker Arm erzählt so einiges über ihn. Er hat die Siegesgöttin Viktoria von der Berliner Siegessäule und eine Weltkarte samt Kompass auf der Haut.

„Die Tätowierungen müssen Sinn ergeben“, erklärt der 1,83-Meter-Mann. „Die Siegessäule steht für meine Heimatstadt Berlin. Die Weltkarte dafür, dass ich gern reise, aber durch den Kompass immer nach Hause zurückfinde.

Dominik Grafenthin (links) hat in dieser Saison schon fünf Tore geschossen.
Dominik Grafenthin (links) hat in dieser Saison schon fünf Tore geschossen.

Der Junge ist sehr bodenständig und weiß genau, was er will. Letzteres wird auch auf dem Eis deutlich. Mit den Gegenspielern gibt es schon mal das eine oder andere verbale Gefecht.

„Als Junior bin ich da immer weggefahren, aber jetzt geht das nicht“, meint Grafenthin. „Wenn du nichts sagst, dann nimmt dich keiner ernst und du bekommst keinen Respekt.“

Deshalb will er sich heute in Bietigheim auch nicht verstecken - egal, ob die Spieler David Wrigley, Matt McKnight oder sonst wie heißen. „Warum auch“, fragt der Berliner.

Respekt hat sich der 20-Jährige selbst verdient. Und das liegt nicht nur daran, dass er in dieser Saison in zehn Spielen fünf Tore erzielte. „Technisch und läuferisch ist Dominik einer der Besten seines Jahrgangs“, schwärmt Eislöwen-Coach Thomas Popiesch.

„Was er noch lernen muss, ist im Spiel ohne Scheibe taktisch besser zu stehen und vorn verantwortungsvoller zu agieren. Wir dürfen vorn möglichst keine Scheibe verlieren, dies wird in unserer Liga sofort bestraft.“

Aber um genau das zu lernen, ist er imSommer komplett von Berlin nach Dresden gewechselt.

Fotos: Lutz Hentschel


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