Trainer-Karussell bei den Eislöwen! Franz Steer geht, Jochen Molling übernimmt

Eislöwen-Präsident Peter Micksch, Neu-Trainer Jochen Molling und Pressesprecherin Eva Wagner (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz.
Eislöwen-Präsident Peter Micksch, Neu-Trainer Jochen Molling und Pressesprecherin Eva Wagner (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz.  © Lutz Hentschel

Dresden - Peng! TAG24 hatte es angekündigt, jetzt ist es Realität. Auch Coach Franz Steer verlässt nach Geschäftsführer Volker Schnabel die Dresdner Eislöwen. Neuer Chef hinter der Bande ist der bisherige Co-Trainer Jochen Molling.

"Die Saison ist nicht so gelaufen, wie wir es uns vorgestellt haben", betonte am Dienstag nochmal Peter Micksch. Als Präsident des Stammvereins und Hauptgesellschafter ist er aktuell der starke Mann im Hintergrund und verantwortlich für den Umbruch: "Der Rücktritt von Volker war ein Punkt, nochmal über unsere Rahmenbedingungen und weitere Ausrichtung nachzudenken. Dabei haben wir viele Gespräche geführt und Optionen geprüft."

Das Ergebnis: Am Montag teilte Micksch dem bisherigen Coach Steer mit, dass man mit dem 59-Jährigen nicht weitermacht und der 44-Jährige Molling stattdessen das Traineramt übernimmt.

Zudem wird Thomas Barth (37), bisher Geschäftsführer des Nachwuchsvereins, neuer sportlicher Geschäftsführer bei den Eislöwen. Maik Walsdorf (30) übernimmt wie bereits angekündigt den kaufmännischen Part.

Franz Steer (links) verlässt die Eislöwen. Dafür übernimmt Jochen Molling (rechts) das Traineramt.
Franz Steer (links) verlässt die Eislöwen. Dafür übernimmt Jochen Molling (rechts) das Traineramt.  © Lutz Hentschel

Heißt das neue Programm bei den Eislöwen "Jugend forscht" oder war's am Ende eine Frage des Geldes, dass diese interne Lösung den Vorzug bekam?

"Finanzielle Gründe hat dies überhaupt nicht, hier geht es um die Entwicklung von uns und ich sehe das als Chance", erklärte der Initiator der Neuausrichtung Micksch.

"Barth und Walsdorf haben je eine Ausbildung auf hohem Niveau, sind seit vielen Jahren dem Standort sehr verbunden. Es ist deshalb an der Zeit, dass wir unsere eigenen Kompetenzen, die wir am Standort haben, auch in Führungsverantwortung bringen, um den Standort voranzubringen."

Seine Zielsetzung lautet: "Langfristig an der Spitze der DEL2 mitspielen. Wie schnell das geht, in welchen Etappen - kann man nicht planen."

Planen können die Eislöwen aber in der kommenden Saison mit Stürmer Harrison Reed, dessen Vertrag verlängert wurde.

"Wir wollen dem Team eine regionale Identität geben, dafür braucht es erfahrene Spieler. Harrison ist ein Teamplayer, geht mit Fleiß voran und wir erhoffen uns, dass er die jungen Spieler an die Hand nimmt", so Barth. Gemeinsam mit Molling will er nun das neue Team bauen. Das Netzwerk dafür dürfte der neue Coach haben.

Der 45-Jährige spielte selbst DEL, sammelte genügend Erfahrung als Nachwuchstrainer. Seine Philosophie: "Junge Spieler einbauen, wir wollen den Gegner unter Druck setzen, geradlinig zum Tor spielen - das bedingt einer gewissen Fitness."

In der Halle posieren Maik Walsdorf (l.), Geschäftsführer Thomas Barth (Mitte) und Chefcoach Jochen Molling.
In der Halle posieren Maik Walsdorf (l.), Geschäftsführer Thomas Barth (Mitte) und Chefcoach Jochen Molling.  © Lutz Hentschel
Auch Harrison Reed bleibt den Dresdner Eislöwen.
Auch Harrison Reed bleibt den Dresdner Eislöwen.  © Lutz Hentschel

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