Schwitzen fürs Eis: Dresdner Eislöwen beim Medizincheck

Beim medizinischen Test kommt selbst Dominik Grafenthin ins Schwitzen.
Beim medizinischen Test kommt selbst Dominik Grafenthin ins Schwitzen.  © Lutz Hentschel

Dresden - Noch ist das Eistraining freiwillig, ab 7. August kennt Franz Steer aber kein Erbarmen. Der Eislöwen-Coach erwartet fitte Spieler.

Ob und wie fit Dominik Grafenthin & Co. sind, wurde am Freitag im Krankenhaus Friedrichstadt getestet. Chefarzt Prof. Sebastian Schellong und Schwester Ines Petzold checkten die Cracks durch.

„Erst gibt‘s ein EKG, danach wird der Blutdruck gemessen und anschließend eine Belastungstest auf dem Rad gemacht“, verrät Schellong. „Wir haben extra unseren Radergometer für die Sportler angepasst. Unsere normalen Patienten treten maximal 120 Watt, die Eishockey-Spieler 300 und mehr.“

Diese Überprüfung brauchen die Eislöwen, damit die Torhüter, Verteidiger und Stürmer von der DEL2 lizenziert werden.

Ein anderer Check ist aktuell nicht verpflichtend - eine Gehirnstrom-Messung beziehungsweise eine Computertomographie des Kopfes. Dadurch können Schädelhirntraumas entdeckt werden. Neben dem Football und Boxen erleiden immer mehr Eishockey-Profis während der Saison solche „Verletzungen“ mit teils gravierenden Folgen.

Eine Gehirnstrom-Messung wird bei den Löwen nicht durchgeführt. „Aber wir machen vor der Saison spezielle Tests in Englisch oder müssen Rechenaufgaben bei Mannschaftsarzt Lars Stephan lösen“, so Grafenthin.

„Wenn in der Spielzeit ein Verdacht auf Gehirnerschütterung besteht, wird der Test wiederholt. Fällt er schlechter aus, nimmt uns der Arzt raus. Ich fühle mich damit gut versorgt.“

Die Tests sind notwendig, damit die Spieler von der DEL2 lizenziert werden.
Die Tests sind notwendig, damit die Spieler von der DEL2 lizenziert werden.  © Lutz Hentschel

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