Eislöwen-Keeper sorgt bei Derby-Sieg für Verwunderung

Die Eislöwen um 2:1-Schütze Feodor Boiarchinov jubeln, Weißwassers Marius Schmidt schaut dagegen konsterniert drein.
Die Eislöwen um 2:1-Schütze Feodor Boiarchinov jubeln, Weißwassers Marius Schmidt schaut dagegen konsterniert drein.

Von Enrico Lucke

Weißwasser - Egal ob 32.000 wie beim Winterderby oder am Sonntag 2469 Zuschauer - die Lausitzer Füchse können gegen die Dresdner Eislöwen nicht gewinnen. Weißwasser verlor hochverdient mit 2:5 (1:0, 1:4, 0:1).

Dabei wollte das Team von Paul Gardner Revanche für die Pleite im Dresdner Dynamo-Stadion nehmen. Auf dem Eis war davon nur im ersten Drittel etwas zu spüren.

Elia Ostwald brachte die Füchse in Überzahl (16.) in Front, aber die Gastgeber machten viel zu wenig aus ihrem insgesamt elfminütigen Powerplay.

Gardner: "Ab dem zweiten Drittel hat nicht mehr viel gepasst."

Dazu erwischte Keeper Johannes Wiedemann einen schwarzen Tag und der verletzte Ken Magowan (Leiste) fehlte an allen Ecken.

Der Becher Cola brachte dem starken Eislöwen-Goalie Brett Jaeger Energie fürs Schlussdrittel.
Der Becher Cola brachte dem starken Eislöwen-Goalie Brett Jaeger Energie fürs Schlussdrittel.

Die Löwen hatten somit im Mittelabschnitt leichtes Spiel. Dominik Grafenthin (22.) und Feodor Boiarchinov (24.) drehte die Partie - 1:2. Darren Haydar (33.) hämmerte zwar das 2:2 herbei, aber Michael Endraß (35.), Grafenthin (38.) und Steven Rupprich (49.) machten den Dresdner Sieg perfekt.

Zu verdanken hatten die Eislöwen den Erfolg auch ihrem Keeper - Brett Jaeger. Der 33-Jährige hielt stark und untermauerte, dass er die Nr. 1 ist.

Für Verwunderung sorgte Jaeger, als er sich zu Beginn des Schlussdrittels einen Becher Cola aufs Eis bringen ließ. "Ich fühlte mich nicht so gut. Der Schluck sollte mir Energie für die letzten 15 Minuten bringen", verriet der Keeper, der wohl eine kleine Grippe ausbrütet.

Respekt, dass er dann noch solche Paraden zeigte.

"Brett ist ein sehr, sehr guter Torhüter. Dass er angeschlagen aufs Eis geht, zeigt, dass er ein Profi ist", so Dresdens Coach Bill Stewart.

Zum Spiel meinte er: "Das war der erste Schritt in die richtige Richtung."

Foto: Thomas Heide (2)


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